Wer Camping-Ferien machen will, kann aus zig Plätzen und Fahrzeugen aussuchen. Diese Schweizer Plattformen verschaffen den Überblick.
Camping liegt im Trend
Jedem Zelt der perfekte Platz - Bild: Laura Pluth / Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Camping liegt auch dieses Jahr im Trend
  • Landauf landab gibt es hunderte von Stellplätzen – mit ganz unterschiedlichem Angebot
  • Mit diesen Schweizer Plattformen lässt sich der ideale Ort finden

Camping liegt im Trend. Schon jetzt verzeichnet der TCS, mit 24 Plätzen der grösste Campingplatzbetreiber der Schweiz, rekordhohe Vorausbuchungen für den Sommer.

Ob für Wiederholungstäter oder Camping-Novizen: Verschiedene Schweizer Plattformen bieten Orientierungshilfe bei der Suche nach dem perfekten Plätzchen. Und dem idealen fahrbaren Untersatz.

Pincamp: Grösstes Verzeichnis von Campingplätzen

Ganze 10'000 Campingplätze in 38 europäischen Ländern sind auf dieser Plattform erfasst, darunter 270 schweizerische. Ähnlich wie man das bei Hotelbuchungs-Plattformen kennt, lassen sie sich nach Bewertung oder aber auch nach verschiedenen Kriterien filtern.

So zum Beispiel was Freizeitangebote von Kinderanimationsprogrammen bis Veloverleih betrifft, oder nach Lage, Ausstattung oder Zielgruppe.

Von den Schweizer Campingplätzen werden über 175 regelmässig von verschiedenen Camping-Verbänden und vom TCS bewertet und klassifiziert. Der digitale Campingführer wurde Anfang 2020 lanciert und wird vom TCS in Zusammenarbeit mit seinem deutschen Pendant ADAC betrieben.

Camping-Insider: digitale Ratgeber & Camping-Newsletter

Ebenfalls aus dem Hause TCS stammt dieser digitale Camping-Ratgeber, ein umfangreiches blogähnliches Infoportal mit Such- und Filterfunktion. Darauf gibt es allerlei Tipps («Wie plane ich eine Langzeitreise mit dem Camper»), Informationen («Ist Wildcampen in der Schweiz erlaubt?») und sogar Knigge-Empfehlungen («Richtiges Verhalten auf Stellplätzen»).

Gocamping: Inklusive Google-Bewertungen

Auf der im Mai 2020 ins Leben gerufenen Plattform sind 2800 Campingplätze aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst. Neben einer grossen Anzahl an Filterkriterien und einer Kartenansicht sind die Campingplatz-Profile auch mit Bewertungen von Google versehen.

Die Camping-Plattform verlangt weder Kommissionen noch Gebühren.

Nomady: das AirBnB für Camper

«Camping abseits von Camping» lautet der Slogan von Nomady. Damit richtet sich die Plattform an Zelt- und Van-Besitzerinnen, die einen Stellplatz jenseits der populären Campingplätze bevorzugen.

Wie bei AirBnB können sich Private registrieren, um ihre Naturplätze und Hütten Campern zur Verfügung zu stellen.

Bei den rund 180 erfassten «Camps» handelt es sich teilweise um reine Stellplätze. Zu finden sind aber auch Angebote bei denen die Unterkunft (etwa als Zelt oder Häuschen) bereits vorhanden ist.

Hinter Nomady.ch steckt ein Schweizer Startup, dass sich die Förderung eines naturnahen, nachhaltigen und lokalen Tourismus auf die Fahne geschrieben hat.

Van Retreats: Plattform für Gesellige

Nach dem Prinzip «the more the merrier» funktioniert Vanretreats. Die Plattform richtet sich an Besitzer von Camper-Vans, die zwar dem Freiheits- und Unabhängigkeitsgefühl huldigen, aber nicht auf gute Gesellschaft verzichten möchten.

Darauf finden sich Gleichgesinnte für Retreats (etwa in Kombination mit Yoga oder Pilates) oder schlicht für Ferien in der Natur.

Van Retreats
Retreat mit Vans - Bild: PD

Oftmals befinden sich die Standorte auf Bauernhöfen, bei längeren Retreats werden mehrere Orte angesteuert. Per Buchungsanfrage werden auch Mitfahrgelegenheiten und Mieten für Vanlose Teilnehmer vermittelt.

Hinter dem Projekt stecken sieben Frauen, die etwa als Pilates-, Yoga- und Kochkursinstruktorinnen mitwirken.

Mycamper: mieten von Privaten

Ob der Camping-Boom auch nach der Pandemie und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen anhält, bleibt abzuwarten. Verständlich, wer sich deshalb nicht gleich ein eigenes Campingfahrzeug anschaffen oder zuerst einmal die Probe aufs Exempel machen möchte.

Zum Glück gibt es Anbieter und Plattformen, die sich auf die Vermietung vom Eigenheim auf Rädern spezialisiert haben.

Zum Beispiel Mycamper: Darauf lassen sich schweizweit rund 1400 Campingbusse, Wohnmobile und Wohnwagen von Privaten mieten. Nach Eingabe von gewünschtem Abfahrtsort und Reisezeitraum werden die verfügbaren Fahrzeuge angezeigt.

Sie lassen sich nach der Anzahl benötigter Schlafplätze und weiteren Kriterien – etwa nach Ausstattung, Getriebe oder Fahrzeugalter – filtern. Ebenfalls nützlich sind die Bewertungen durch Vormieter.

Citypeak: neuwertige VW-Busse auf Zeit

Mieten statt kaufen – oder mieten, dann kaufen – lassen sich auch die Fahrzeuge von Citypeak Campers. Angeboten werden Camper der Marke Volkswagen und Mercedes in fünf verschiedene Kategorien, von Budget bis Premium.

Die Fahrzeugmodelle, per Frühling 2021 an fünf Deutschschweizer Stationen abholbar, sind allesamt auf dem neusten Stand. Das edelste Modell des Zuger Startups wartet getreu dem Firmenmotto «Glamping mit dem VW-Bus» sogar mit eigener Solar-Anlage auf.

Jeweils Ende Saison verkauft Citypeak alle Fahrzeuge an Interessierte.

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