Das neue Album von The Prodigy kommt am 2. November

Keystone-SDA
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Deutschland,

Das neue Album von The Prodigy, «No Tourists», kommt am Freitag, 2. November in die Läden.

The Prodigys Album «No Tourists»
Das Cover des siebten Albums der britischen Rockband The Prodigy, das den Titel «No Tourists» trägt. - The Prodigy/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • «No Tourists» ist das siebte Album der Band The Prodigy.
  • Ihre Karriere begann mit der Gründung der Gruppe 1990 in der Untergrundszene.

Sie haben die Kombination von Punk und Rave-Kultur aus dem Untergrund in die MTV-bestrahlten Wohnzimmer weltweit gebracht: The Prodigy. Jetzt will es das Trio mit «No Tourists» wieder wissen. Das siebte Album der Gruppe aus Essex ist nichts für schwache Nerven.

Begann ihre Karriere mit der Gründung 1990 noch in der Untergrundszene, galt die Gruppe in gewisser Weise tatsächlich bald als «Wunderkind» – so der Bandname übersetzt. Die Kerle mit Punk-Attitude setzten nicht auf Gitarre und Schlagzeug, sondern auf elektronische Musik mit schnellen und immer wieder nacheinander abgespielten Ausschnitten von Rhythmus-Aufnahmen, den Samples. Breakbeat wurde das Ganze dann genannt.

Aggressivere elektronische Tanzmusik

Mit dazu gemischten verschiedenen Musikrichtungen machten The Prodigy schliesslich aggressivere elektronische Tanzmusik auf der ganzen Welt bekannt. Gedankt wurde es ihnen mit millionenfach gekauften Platten, entsprechenden Chartplatzierungen und ausverkauften Konzerten weltweit.

Auch der geschickte Einsatz von Musikvideos, die auf ihren oft düsteren und kampflustigen Klang abgestimmt waren, hat zum Erfolg beigetragen: Einer ganzen Generation dürfte sich Sänger und Tänzer Keith Flint ins Gedächtnis gegraben haben mit seinem Auftritt als zappelnder, gepiercter und geschminkter «Firestarter» mit grünen Haarstreifen. Das Video zu «Smack My Bitch Up» gilt heute als Meilenstein, wurde damals aber etwa wegen Gewaltszenen mehr als kontrovers diskutiert und war schon alleine deshalb in aller Munde.

Immer noch die Alten

Auch heute, gut 20 Jahre nach dem Megaerfolg des Albums «The Fat Of The Land», zieht der Name The Prodigy noch auf der Bühne und wird deshalb von Festivalveranstaltern gerne möglichst weit oben beim Line-Up auf Werbeplakaten platziert.

An ihrem Klang hat sich wenig geändert: Noch immer mischen sie Musikrichtungen und verwerten Instrumentalaufnahmen – wie etwa die opulent wirkende E-Gitarre in der Single «Light Up the Sky». «No Tourists» klingt dann tatsächlich an vielen Stellen, als würde sich die Band selbst zitieren, sich selbst samplen.

Fans dürften damit zufrieden sein. Zu denken gibt aber ein Zitat des musikalischen Kopfs der Gruppe, Liam Howlett, im Pressetext zum Album: «In diesen Zeiten, in denen wir leben, sind die Menschen bequem geworden und vergessen, wie man neugierig bleibt und forscht.»

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