Die STOP-Methode zum Abschalten nach Feierabend
Nach Feierabend abschalten fällt oft schwer. Die STOP-Methode hilft dir, gedanklich loszulassen und wirklich anzukommen – ohne endloses Grübeln über den Tag.

Die Schweizer fühlen sich am Arbeitsplatz zunehmend gestresst. Laut Bundesamt für Statistik (BFS) ist der Anteil gestresster Mitbürger innerhalb eines Jahrzehnts um fünf Prozent gestiegen.
Höchste Zeit also, dem Stress zu begegnen, um die eigene Gesundheit zu schützen. Dazu gehört, nach Feierabend richtig abzuschalten, um Kraft zu tanken ‒ aber das gelingt nicht immer.

Hier hilft die STOP-Methode, die aus vier einfachen Schritten besteht: Shutdown, Track, Offload und Plug-in.
S wie Shutdown – den Arbeitstag bewusst beenden
Schliesse Laptop und Programme, räume den Arbeitsplatz auf und setze ein klares Ende. Dieser bewusste Abschluss signalisiert dem Gehirn: Jetzt ist Freizeit.
Besonders im Homeoffice verschwimmen die Grenzen schnell, deshalb sind feste Rituale wichtig. Ein Outfitwechsel etwa hilft, den Feierabend zu verankern.
Übrigens: Psychologen empfehlen, feste Feierabendzeiten einzuhalten – ähnlich wie in Frankreich, wo das «Recht auf Nichterreichbarkeit» gesetzlich geregelt ist.
T wie Track – Erfolge festhalten
Statt über verpasste Deadlines zu grübeln, richte den Blick auf deine Fortschritte. Wie das geht? Schreibe zum Beispiel jeden Abend drei Dinge auf, die gut gelaufen sind.
So endet der Tag mit einem Gefühl von Kompetenz statt Mangel. Diese kurze Reflexion stärkt dein Selbstvertrauen und sorgt im besten Fall auch für innere Ruhe.
Studien bestätigen es: Wer sich gezielt Positives ins Bewusstsein ruft, senkt nachweislich sein Stresslevel. Dein Gehirn lernt so, Leistung mit Zufriedenheit zu verbinden – nicht mit Daueranspannung.
O wie Offload – Ballast abwerfen
Gedanken an Arbeit nach Feierabend halten dich im Arbeitsmodus gefangen. Schreibe To-dos für den nächsten Tag auf, um den Kopf freizubekommen.

Ein kurzes Stichwort wie «Fortsetzung morgen» hilft, die Gedanken abzuschliessen. Entscheidend ist nicht die Aktivität selbst, sondern dass du bewusst den Wechsel vom Arbeits- in den Freizeitmodus gestaltest.
P wie Plug-in – ins Hier und Jetzt eintauchen
Jetzt beginnt der wichtigste Teil: ganz im Moment sein. Geniesse bewusst Momente ohne Bildschirm, Arbeitsthemen oder Social Media.
Spüre deinen Körper, lausche deiner Umgebung, schau aus dem Fenster. Meditation, achtsames Wahrnehmen oder einfach bewusstes Innehalten wirken nachweislich entspannend.
Das Gehirn kommt zur Ruhe, der Puls sinkt – und du bist wieder ganz bei dir.








