6 Höflichkeitsformeln, die du täglich brauchst

Kiran Iqbal
Kiran Iqbal

Bern,

Freundlichkeit macht den Alltag leichter. Einige klassische «Höflichkeitsausdrücke» kommen im modernen Sprachgebrauch seltener vor. Die Basics im Überblick.

Mann, Frau, lächelnd
Persönliche Erfahrungen und auch die Forschung bestätigt es: Wer auf eine höfliche Kommunikation achtet, erlebt Wertschätzung und stärkt das Vertrauen. - Depositphotos

Wir kennen sie alle – und doch gehen sie in hektischen Zeiten manchmal unter. Hier ein kurzer Reminder für sechs höfliche Redewendungen, die heute wichtiger sind denn je.

«Grüezi»: Der erste Eindruck zählt

Ein freundliches «Grüezi» öffnet die Tür zu jeder Begegnung. Wenn du grüsst, signalisierst du Respekt und Wertschätzung.

Mann und Frau grüssen sich mit der Faust
Schon gewusst? «Grüezi» ist eine Kurzform von «Gott grüez i» – also «Gott grüsse Euch». Die östliche Schweiz sagt «Grüezi», im Westen heisst es «Grüessech». - Depositphotos

Und es lohnt sich: Forscher der University of Oxford fanden heraus, dass Menschen, die regelmässig freundlich sind, sich deutlich glücklicher fühlen als andere.

«Bitte»: Sollte nie fehlen

«Bitte» macht aus einem «Befehl» eine höfliche Bitte. Dieses Verhalten reduziert Spannungen und hilft auch dabei, Empathie zu entwickeln.

Viele Menschen reagieren darauf nachweislich kooperativer.

«Dürfte ich?» – die sanfte Bitte

Wenn du fragst, ob du etwas darfst, wirkst du respektvoll und höflich. Statt zu fordern, fragst du lieber: «Dürfte ich das haben?»

Die sanfte Ausdrucksweise ist hier besonders wichtig. Studien zeigen, dass solche kleinen Gesten die Stimmung im Umfeld verbessern und den Druck mildern.​

«En Guete»: Wertschätzung am Tisch

Am Tisch gilt die Höflichkeitsformel «En Guete». Sie wünscht dir guten Appetit und zeigt Wertschätzung.

Kollegen essen Pizza
Studien zur Sozialpsychologie belegen, dass kurze Essensrituale die Verbundenheit in Gruppen messbar erhöhen. Auch die Art der Kommunikation spielt dabei eine Rolle. - Depositphotos

Ob mit der Familie oder mit Kollegen: Gerade beim Essen, einem der persönlichsten Rituale im Alltag, stärkt diese kleine Geste das soziale Band zwischen den Beteiligten.

«Entschuldigung» – wenn etwas schiefgeht

Ein ehrliches «Entschuldigung» zeigt, dass du Verantwortung übernimmst und zu deinen Fehlern stehst. Diese kleine Geste sendet ein starkes Signal an dein Gegenüber.

Die Entschuldigung zeigt Reife, Respekt und die Bereitschaft, die Beziehung aktiv zu schützen.

«Danke» ‒ nicht nur eine Floskel

Ein «Danke» zeigt, dass du wertschätzt, was jemand für dich getan hat. Wenn du Dankbarkeit zeigst, wirst du meist mit mehr Freundlichkeit belohnt.

Forscher der Universitäten Lübeck und Zürich fanden heraus, dass Grosszügigkeit und Dankbarkeit direkt mit dem Glücksempfinden verknüpft sind.​

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Kommentare

User #5728 (nicht angemeldet)

Leider fehlt, dass man bevor man etwas sagt, dem Gegenüber in die Augen schaut. Ein leichtes unaufdringliches Lächeln gehört natürlich dazu. Manchmal auch ein Kopfnicken als Zeichen für Respekt. Ich habe es getestet. Und es funktioniert sehr gut. Also bevor ihr Danke, Entschuldigung oder Gruezis sagt, achtet vorher aufs Non-Verbale. Das sagt eh viel mehr aus als Worte.

User #2315 (nicht angemeldet)

Das sollte man in der Schule einführen, Anstandsregeln damit die nächste Generation es besser kann als die Teenis von heute.

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