Zu viel Histamin führt zu unangenehmen Reaktionen

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    Bern,

    Der Botenstoff Histamin wird im Körper hergestellt, ist aber auch in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Das kann zu Histaminintoleranz führen.

    Zwei Tomaten  liegen auf einem Tisch.
    Frische Tomaten - Pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Hormon Histamin wird im Körper produziert und reguliert diverse Stoffwechselvorgänge.
    • Zu viele histaminreiche Lebensmittel in der Ernährung können zu Histaminintoleranz führen.
    • Beschwerden wie Hautausschlag, Übelkeit, Schlafstörungen und Migräne sind die Folge.

    Histamin erfüllt eine Reihe von wichtigen Aufgaben im menschlichen Körper. Eine besteht darin, die Blutzellen bei einer allergischen Reaktion zu erweitern, damit sie für die grösseren Abwehrzellen durchlässig werden. Der Botenstoff reguliert auch die Produktion von Magensäure und die Elastizität des Darmes.

    Er hat sogar Einfluss auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und reguliert, zusammen mit anderen Mechanismen, den Blutdruck. Normalerweise sorgen Enzyme in Haut und Dünndarm für den Abbau des Botenstoffes. Bei einer Histaminunverträglichkeit arbeiten diese Enzyme jedoch nicht richtig.

    Auswirkungen auf Haut und Kreislauf

    Der Histaminstoffwechsel kann die unterschiedlichsten Störungen aufweisen. Wer übermässig viele histaminreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt, hat das Risiko, einer Histaminintoleranz zu entwickeln. Die auch Histaminose genannte Erkrankung tritt eher bei Frauen als bei Männern auf und bevorzugt ab dem 35. Lebensjahr.

    Walnuss
    Walnüsse enthalten Histamin. - Pexels

    Da der Botenstoff nicht mehr abgebaut wird, kommt es zu Hautproblemen wie zum Beispiel Nesselsucht. Sie ist die häufigste Folge einer Histaminunverträglichkeit und zeigt sich durch Hautrötungen, Juckreiz und Quaddeln. Auch Kreislaufstörungen, Bluthochdruck und Erschöpfungszustände sind zu beobachten.

    Histamin steckt in vielen beliebten Lebensmitteln

    Meiden Sie histaminreiche Nahrungsmittel. Dazu zählen Zitrusfrüchte, Papaya, Nüsse, Spinat, Schokolade, Tomaten, Erdbeeren und Ananas. Bei Fleisch, Fisch und Käse erhöht sich der Histaminanteil durch die Lagerung. Fangfrischen Fisch und jungen Käse können Sie aber ohne Probleme essen. Verzichten Sie auf Alkohol und Hefegebäck, auch wenn es schwer fällt.

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