Fordert Geist und Körper: Dual-Task-Training bei Demenz

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    Menschen mit Demenz brauchen Unterstützung im Alltag. Es kann ihnen aber auch gut tun, wenn sie üben, zwei Dinge gleichzeitig zu tun.

    Hände halten Medizinball
    Ballspielen und dabei singen: Das ist nur eine von vielen möglichen Dual-Task-Übungen. - Andreas Arnold/dpa/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dual-Tasking-Training bedeutet: üben, zwei Aufgaben auf einmal erledigen.
    • So kann man Geist und Körper gleichzeitig fordern und fördern.
    • Ein starkes Selbstwertgefühl ist für Menschen mit Demenz so wichtig wie gute Begleitung.

    Der Verlauf einer demenziellen Erkrankung lässt sich positiv beeinflussen. Eine vielversprechende Methode bei einer beginnenden Demenz sei das Dual-Task-Training, erklärt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

    Dual Task bedeutet: zwei Aufgaben. Diese werden gleichzeitig ausgeführt. So kann man zum Beispiel das Singen von Liedern mit dem Werfen und Fangen von Bällen verbinden.

    Das trainiert geistige und körperliche Fähigkeiten gleichermassen. Wichtig: Die Schwierigkeit einer Übung sollte Betroffene nicht überfordern.

    Motivieren und akzeptieren

    Generell profitieren Menschen mit Demenz davon, wenn sie im Alltag Unterstützung und Struktur haben, aber viele Dinge selbst erledigen können.

    Das fordert sie und es fördert zugleich das Selbstwertgefühl. Für Angehörige gilt der Dreiklang: motivieren, Akzeptanz zeigen und nicht zu viel verlangen.

    Neben der notwendigen Hilfe und Anleitung im Alltag – sei es beim Kochen oder als Begleitung zum Friseurbesuch – sollte man ausserdem soziale Kontakte fördern.

    Männer spielen Schach draussen
    Schachspiel im öffentlichen Raum fördert geistige und soziale Kontakte. - Unsplash

    Viele Angehörige bemühten sich aus gutem Grund darum, die Teilnahme an Sport- oder Kulturgruppen für Menschen mit Demenz zu organisieren, sagt ZQP-Pflegeexpertin Daniela Sulmann.

    Wichtig ist die Unterstützung in den Bereichen, die zentral für die Gesundheit sind. Das schliesst Ernährung, Bewegung, Körperhygiene, Medikation und ärztliche Versorgung ein.

    Demenz verstehen

    Es ist wichtig, Demenz zu verstehen, um damit gut umgehen und Betroffenen bestmöglich helfen zu können. Dafür ist fachlicher Rat unerlässlich.

    Erste Anlaufstellen für Angehörige seien Hausärzte, Neurologinnen oder Gerontopsychiater, zählt das ZQP auf. Spezialkliniken bieten Gedächtnissprechstunden an.

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