E-Zigaretten

    E-Zigaretten: Genauso schädlich wie herkömmliche Zigaretten?

    Mirjam Walser
    Mirjam Walser

    Bern,

    E-Zigaretten haben sich als gesündere Alternative zu Zigaretten etabliert. Experten stellen den gesundheitlichen Vorteil aber in Frage.

    Mann raucht E-Zigarette
    Statt zur herkömmlichen Zigarette greifen viele Raucher lieber zur E-Version, da sie annehmen, diese sei gesünder. - Pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • E-Zigaretten können ebenso Atemwegsreizungen und allergische Reaktionen verursachen.
    • Aufgrund des enthaltenen Nikotins bleibt das Suchtpotential bestehen.
    • Besonders Einweg-E-Zigaretten verursachen zudem ein Abfallproblem.

    Der Markt für neuartige Tabak- und Nikotinprodukte, wie elektronische Zigaretten, erhitzter Tabak und Nikotinbeutel, ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen.

    Immer mehr Raucher steigen von herkömmlichen Zigaretten auf diese Alternativen um. Doch sind sie wirklich weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten? Experten warnen davor, die gesundheitlichen Risiken dieser Produkte zu unterschätzen.

    Einweg-E-Zigaretten: Beliebt bei jungen Menschen, aber umweltschädlich

    Besonders beliebt bei Jugendlichen sind Einweg-E-Zigaretten. Sie kommen in bunten Designs daher und sollen insgesamt weniger gesundheitsschädlich sein als herkömmliche Zigaretten.

    Allerdings bergen auch sie die Gefahr einer Sucht. Zudem sind sie nicht nur schädlich für die Gesundheit der Konsumenten, sondern bedeuten auch viel Abfall für die Umwelt.

    In den letzten Jahren dominierten nachfüllbare E-Zigaretten-Modelle den Markt, doch nun gibt es einen Boom von Einweg-E-Zigaretten. Die Schäden für die Umwelt bleiben dabei oft im Hintergrund.

    Gesundheitliche Risiken von E-Zigaretten

    Trotz Rückgang des klassischen Zigarettenkonsums bei Jugendlichen suchen viele nach alternativen Nikotinprodukten, wie E-Zigaretten. Experten warnen aber davor, die gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten zu unterschätzen.

    Frau rauch E-Zigarette
    E-Zigaretten enthalten laut einer neuen Studie über 100 Substanzen. In welchem Ausmass sie beim Einatmen schädigend sind, ist noch nicht ausreichend bekannt. - Pexels

    Denn E-Zigaretten enthalten immer noch Nikotin: Auch wenn der Konsum von E-Zigaretten mit einer geringeren Aufnahme von Schadstoffen verbunden ist, bleibt das Suchtpotenzial aufgrund des enthaltenen Nikotins bestehen.

    E-Zigaretten können ebenso Atemwegsreizungen und allergische Reaktionen verursachen, wie herkömmliche Zigaretten.

    Da E-Zigaretten erst seit einigen Jahren auf dem Markt sind, gibt es noch keine Studien über die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen des Dampfens. Daher ist auch die Frage nach einem möglicherweise erhöhten Krebsrisiko unbeantwortet.

    Einweg-Vapes: Entsorgung wird zum Problem

    Eine weitere Problematik ergibt sich bei Einweg-E-Zigaretten durch deren Entsorgung. Die schlanken Geräte sind mit rund 600 Zügen beladen und werden danach einfach weggeworfen – was eine enorme Menge an Abfall bedeutet.

    Sie stellen somit nicht nur ein Gesundheits-, sondern auch ein Umweltproblem dar.

    Expertenempfehlung: Nur ultima ratio für starke Raucher

    Laut dem polnischen Medizinprofessor Andrzej Fal sollten neuartige Tabak- und Nikotinprodukte nur starken Rauchern empfohlen werden, die alles andere versucht haben und immer noch herkömmliche Zigaretten rauchen.

    Rauchende Frau
    Rauchen ist schädlich für die Gesundheit. - Unsplash

    Für diese Personengruppe könnten E-Zigaretten als Produkte zur Schadensminimierung dienen. Für alle anderen sollte der Fokus weiterhin auf dem vollständigen Verzicht von Nikotinprodukten liegen.

    Präventionsmassnahmen gegen E-Zigaretten-Konsum

    Um den Konsum von E-Zigaretten – insbesondere bei jungen Menschen – zu reduzieren, sollten folgende Präventionsmassnahmen ergriffen werden:

    Aufklärung über gesundheitliche Risiken: Jugendliche sollten über die gesundheitlichen Gefahren von E-Zigaretten informiert werden, um einer Verharmlosung entgegenzuwirken.

    Regulierung des Marktes: Durch strengere Regulierung und Kontrolle können Einweg-E-Zigaretten vom Markt verdrängt werden, um Umweltbelastung und Gesundheitsrisiken einzudämmen.

    Förderung nikotinfreier Alternativen: Anstelle von E-Zigaretten sollten nikotinfreie Alternativen in den Fokus gerückt werden, um eine gesündere Lebensweise ohne Suchtpotenzial zu ermöglichen.

    Insgesamt ist es wichtig, sich der gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten bewusst zu sein und die Nutzung auf ein Minimum zu beschränken. Der vollständige Verzicht von Nikotinprodukten bleibt das gesündeste Ziel.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Zigarettenstummel
    12 Interaktionen
    Gesundheitsmagazin
    Nicht Rauchen Schild
    9 Interaktionen
    Schwere Folgen

    MEHR E-ZIGARETTEN

    1 Interaktionen
    Amherst
    9 Interaktionen
    Amherst
    4 Interaktionen
    Lausanne/Genf
    Rauchen E-Zigarette
    6 Interaktionen
    Quote stabil

    MEHR AUS STADT BERN

    SCB
    Biel kassiert ein 4:7
    YB
    2:1 in Aarau
    SCB
    Trotz Bieler Avancen