Spielerisch leicht zu neuen Wörtern
Mit einem wachsenden Wortschatz können Kinder aktiv an der Welt um sie herum teilnehmen. Mit diesen Tipps förderst du die Sprachentwicklung deines Kleinen.

Zunächst ist wichtig: Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt seine Sprachfähigkeiten in seinem eigenen Tempo. Einige frühe Worte lassen noch nicht auf eine erfolgreiche Karriere als politischer Redner schliessen.
Und auch wenn dein Kind einige Monate lang kaum über «Mama» und «Papa» herauskommt, bedeutet dies nicht, dass es mit Mitte 40 noch im Elternhaus wohnen wird. Während wir uns also über die Sprachentwicklung des Nachwuchses in den allermeisten Fällen keine Sorgen machen müssen, gibt es dennoch Dinge, die wir tun können.
Wir stellen dir einige spielerische Ideen vor, mit denen du dein Kind auf der Entdeckungsreise von A bis Z unterstützen kannst.
1. Das Wort des Tages
Mit dem Spiel «Wort des Tages» kannst du dafür sorgen, dass dein Kind regelmässig sein Vokabular erweitert. Dabei stellst du jeden Tag auf spielerische Weise ein neues Wort vor.

Ob mit Bildern oder bei einem Suchspiel durch die eigene Küche – die Möglichkeiten sind vielfältig. Eine gute Idee ist es, dein Kind raten zu lassen, was das Wort bedeutet.
Achte darauf, die Wörter dann im täglichen Gebrauch zu verwenden und knüpfe an Erlerntes an. Hast du beispielsweise gestern das Wort «Baum» vorgestellt, kannst du mit «Ast», «Vogelnest» oder «Herbst» sinnvolle Verknüpfungen schaffen.
2. Kurzgeschichten mit Puppen
Das Spiel mit Puppen oder kleinen Figuren kann nicht nur Spass machen, sondern auch dabei helfen, den Wortschatz zu erweitern. Erzähle eine kurze Geschichte mit den Puppen und bitte dein Kleines dann, diese nachzuerzählen.
Dies fördert sowohl das Gedächtnis als auch die Erzählkunst deines Kindes. Natürlich solltest du Länge und Komplexität deiner «Story» altersgerecht gestalten.
3. Kinderreime
Kinderreime sind mehr als nur Unterhaltung. Sie sind clevere Lernwerkzeuge! Schliesslich hilft Repetition Kindern dabei, Muster wie verschiedene Sprachlaute zu erkennen.

Da Kinderreime meist recht kurz sind, können sie leicht im Gedächtnis behalten und immer wieder gesungen werden. Wenn du dich jetzt fragst, welche Reime sich hierfür eignen könnten, denke einfach an deine eigene Kindheit zurück:
Bei «Hoppe, hoppe, Reiter ...» werden Erinnerungen wach.
4. Einfache Bildbeschreibungen
Zeit für Kreativität! Zeichne ein Bild und lass dein Kind es beschreiben. Dabei geht es weniger um künstlerisches Talent als vielmehr darum, die Fantasie des Kindes anzuregen.
Mit simplen Fragen wie «Was passiert als Nächstes mit dem Hund?» oder «Warum hat sich die Maus versteckt?» bringst du den Ball ins Rollen.
Anschliessend kannst du mit «neuen Wörtern» nachhelfen, sodass dein Kind seine ganz eigene Geschichte erzählen kann. Und solltest du Bedenken wegen deiner Zeichenkünste haben: Dieses Spiel funktioniert auch wunderbar mit Bilderbüchern oder Fotos.
5. Der Tag im Kommentar
Indem du den gemeinsamen Alltag kommentierst, bringst du deinem Nachwuchs fortlaufend neue Begriffe bei. Beschreibe einfach eure Aktivitäten oder was um euch herum passiert.

Wichtig dabei: Es muss kein reiner Monolog sein! Binde auch dein Kind aktiv mit ein und motiviere es, Dinge zu beschreiben. Wenn es dann bestimmte Wörter gibt, die dein Sprössling noch nicht kennt oder Schwierigkeiten damit hat: Betone diese besonders!







