Trend 2026: Schweizer Autokäufer setzen auf Flexibilität

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Elektro-Trend oder doch lieber bewährte Verbrenner? Die neuesten Autocharts zeigen überraschend deutlich, worauf Herr und Frau Schweizer jetzt abfahren.

2024 VW Tiguan
Der VW Tiguan zählt zu den beliebtesten Modellen der Schweiz. - Volkswagen

Die Schweizer Garagisten blicken auf ein bewegtes, von intensivem Wandel geprägtes Jahr zurück. Die Elektromobilität gewinnt trotz einer spürbaren Konsolidierung des Marktes weiter an Boden.

Viele Schweizer Autokäufer setzen beim Umstieg auf neue Antriebstechnologien vermehrt auf maximale Flexibilität. Die durchdachte Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor trifft exakt den aktuellen Nerv der Zeit.

Dynamischer Wandel und das Bedürfnis nach Flexibilität

Die technologische Evolution der Batteriekapazitäten erhöht die rein elektrische Reichweite dieser Teilzeitstromer massiv. Schweizerinnen und Schweizer greifen daher beim Autokauf immer häufiger zu Modellen mit zwei «Herzen» unter der Motorhaube.

BMW X1
Im Premium-Segment ist BMW die unangefochtene Nummer 1 – und der X1 ist dabei der wichtigste Volumentreiber der Münchner in der Schweiz. - BMW

Plug-in-Hybride verzeichneten zuletzt einen markanten Zuwachs von über 26 Prozent bei den Neuzulassungen. Dieser Antriebsstrang kombiniert die Reichweitensicherheit eines Benziners mit der lokalen Emissionsfreiheit eines Elektromotors für den urbanen Pendelverkehr.

Besonders im topografisch anspruchsvollen alpinen Raum schätzen die Käufer zudem die Kompetenzen von Allradantrieben. Das stetig wachsende Angebot der Hersteller in verschiedenen Fahrzeugsegmenten befeuert diesen anhaltenden Nachfrageboom zusätzlich.

Die Renaissance der Steckdose im alpinen Raum

Reine Elektroautos verzeichnen zwar kein explosives Wachstum mehr, halten sich jedoch stabil auf einem sehr hohen Niveau. Mittlerweile ist fast jeder vierte Neuwagen in der Schweiz ein rein batterieelektrisches Fahrzeug.

Die Ladeinfrastruktur entlang der Schweizer Hauptverkehrsachsen wächst kontinuierlich und nimmt potenziellen Käufern nachhaltig die Reichweitenangst. Der Markt zeigt sich nach der ersten Welle von Early Adopters gesättigt, während preiswerte Kompaktmodelle sehnlichst erwartet werden.

Skoda Enyaq iV Umweltbilanz
Skoda Enyaq: Schon länger ein Verkaufserfolg bei den Steckerfahrzeugen. - Skoda

Der Schweizer Marktanteil von über 22 Prozent unterstreicht dennoch die Reife dieser Technologie im europäischen Vergleich.

Reine Stromer auf stabilem Niveau und die Suche nach Kompaktwagen

An der Spitze der Schweizer Modellcharts zeigt sich ein vertrautes, aber dennoch hochmodernes Bild auf den hiesigen Strassen. Der teilzeitelektrifizierte VW Tiguan sichert sich aktuell die Krone als meistverkauftes Automodell des Landes.

Dicht gefolgt wird der deutsche SUV-Dauerbrenner vom rein elektrischen Tesla Model Y, das weiterhin viele Schweizerinnen und Schweizer überzeugt. Die vorderen Plätze spiegeln exakt das Konsumverhalten wider, das stark zwischen maximaler Flexibilität und purem Elektroantrieb aufgeteilt ist.

Auf den vorderen Rängen behauptet sich zudem der klassische VW Golf mit seinen modernen Mild-Hybrid-Optionen.

Kommentare

User #1338 (nicht angemeldet)

Man kann natürlich weiterhin auf Verbrenner setzen und dies 'Flexiblität' nennen. Aber man muss sich dabie einfach bewusst sein, dass dies für einen immer schneller schrumpfenden Markt sein wird. Und dies nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit!

User #4355 (nicht angemeldet)

Ah das ist das schöne Auto das ich vor zwei Tagen im Renault Autohaus, Deutschland gesehen habe.

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