Rolls-Royce Coachbuild: Luxus jenseits der Serie

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Bern,

    Wenn Luxus von der Stange nicht mehr reicht: Warum Rolls-Royce-Unikate für über 25 Millionen Franken die Schweizer Geldelite faszinieren.

    Rolls Royce Couchbuild
    Rolls-Royce Coachbuild: Das Programm lässt die Vorkriegstradition aufleben, bei der Rolls-Royce nur Fahrgestell und Motor lieferte und externe Karosseriebauer den Aufbau massschneiderten. - Rolls Royce

    Rolls-Royce bietet mit seiner exklusiven Coachbuild-Division Unikate für die anspruchsvollsten Sammler der Welt. Die traditionsreiche Karosseriebau-Abteilung in Goodwood erschafft individualisierte Kunstwerke nach historischen Massstäben der Zwanzigerjahre.

    Neuzeitliche Ikonen wie der Droptail demonstrieren eindrucksvoll, was moderne Handwerkskunst fernab industrieller Zwänge zu leisten vermag.

    Kapitalanlage auf Rädern jenseits des Paradeplatzes

    Unter den von Hand geformten Kohlefaser-Karosserieteilen arbeitet der legendäre 6.75-Liter-V12-Biturbo mit souveränen 601 PS Spitzenleistung. Gewaltige 840 Newtonmeter Drehmoment wuchten das zweitürige Meisterwerk in knapp fünf Sekunden auf Tempo 100.

    Rolls-Royce Coachbuild
    Um absolute Exklusivität zu garantieren, werden die Entwurfsformen und spezifischen Werkzeuge nach Fertigstellung der Aufträge vernichtet. - Rolls Royce

    Die finanzielle Dimension dieser rollenden Unikate sprengt selbst die kühnsten Vorstellungen des automobilen Luxusmarktes. Branchenkenner taxieren den Einstiegspreis für ein solches Auftragswerk auf weit über 25 Millionen Franken.

    Für vermögende Käufer fungieren diese Einzelstücke längst als substanzielle, inflationsgeschützte Sachwertanlagen. Die strenge künstliche Verknappung garantiert dabei Wertsteigerungen, welche herkömmliche Portfolios an den Finanzmärkten deutlich distanzieren.

    Massgeschneiderte Ästhetik für alpine Domizile

    Zudem garantiert die britische Manufaktur ihren elitären Auftraggebern absolute Anonymität und höchste Vertraulichkeit bei allen Transaktionen.

    Rolls-Royce Coachbuild
    Jedes Fahrzeug der Serie verfügt über eine massgefertigte Luxusuhr im Armaturenbrett, die sich herausnehmen und als Armbanduhr tragen lässt. - Rolls Royce

    Diskrete Abwicklungen über Schweizer Privatbanken verhindern jegliche öffentliche Dokumentation im weltweiten Auktionszirkus. Ein einziger Karosseriebau-Entwicklungsprozess beansprucht bis zu vier Jahre engster persönlicher Abstimmung mit dem Kunden.

    Mehr als tausend einzeln geschliffene Holzintarsien formen im Interieur ein spektakuläres, massgeschneidertes Gesamtkunstwerk. Diese kompromisslose Detailtiefe degradiert herkömmliche Serienproduktionen der automobilen Oberklasse zu profaner Fliessbandware.

    Die ultimative Antithese zum automobilen Massenmarkt

    Renommierte Uhrenateliers aus dem Vallée de Joux integrieren exklusive Haute-Horlogerie-Einzelstücke direkt in das handgenähte Lederarmaturenbrett. Britische Ingenieurskunst und traditionsreiches Schweizer Kunsthandwerk verschmelzen hierbei zu einem bisher unerreichten Monument.

    Während die globale Autoindustrie über monotone Softwarearchitekturen debattiert, zelebriert Rolls-Royce die Unvergänglichkeit des Physischen. Der Schweizer Markt mit seiner extremen Kaufkraft bietet dafür den idealen Nährboden.

    Rolls-Royce Coachbuild
    Als automobile Haute Couture konzipiert, entstehen die Unikate ausschliesslich auf persönliche Einladung für handverlesene Sammler. - Rolls Royce

    Die Elektrifizierung wird Goodwood zweifellos erreichen, doch der Coachbuild-Kunde verlangt derzeit nach reiner Mechanik. Und bei Rolls-Royce ist der Kunde schliesslich König.

    Kommentare

    User #2044 (nicht angemeldet)

    Viele Menschen auf dieser Welt denken, die Schweizer seien arm. Sie fahren Autos ohne Dach, sie trinken alten Wein Sie essen sehr alten Käse....

    User #2850 (nicht angemeldet)

    Da haben viele sich im Artikel geirrt. Es geht um handgefertigte Auto für Fr. 25'000'000. Und nicht um vor und Nachteile von Antriebsarten.

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