Neuer Suzuki e Vitara: Elektrisch auf Abwegen

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Suzukis erster Stromer: Der e Vitara bringt echtes 4x4-Feeling ins Elektrozeitalter. Mit Allrad-Power und LFP-Akku fordert er die kompakte Konkurrenz heraus!

Suzuki eVitara
Kantiger Kurs: Die massive Front bricht mit der runden Linienführung des Vorgängers – ein mutiges Wagnis oder zu viel «Rugged-Look»? - Suzuki

Mit dem e Vitara vollzieht Suzuki den Einstieg in die rein elektrische Mobilität und besetzt ein Segment, das bereits stark umkämpft ist. Der kompakte SUV soll die für die Marke typische Geländetauglichkeit in das Elektrozeitalter übertragen.

Technisch basiert das Fahrzeug auf der neu entwickelten HEARTECT-e-Plattform, die speziell für batterieelektrische Antriebe konstruiert wurde. Bei der Entwicklung lag der Fokus auf einer hohen Steifigkeit der Karosserie bei gleichzeitig optimiertem Gesamtgewicht.

Suzuki eVitara
C-Säulen-Puzzle: Das Zusammenspiel aus schwarzem Kontrastdach und ansteigender Fensterlinie macht die hintere Dachsäule optisch extrem massiv. - Suzuki

Die flache Unterbringung der Batterieeinheit sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und ein stabiles Fahrverhalten. Damit positioniert sich der Japaner gegen etablierte Mitbewerber wie den Hyundai Kona Electric oder den Kia EV3.

Einordnung im Wettbewerbsumfeld

Während Konkurrenten wie der Volvo EX30 primär auf urbane Agilität setzen, zielt Suzuki mit dem ALLGRIP-e System auf eine höhere Traktion im Gelände ab. Zwei unabhängige Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse steuern die Antriebskräfte je nach Bedarf.

In Kombination mit Sensoren, welche die Bodenhaftung permanent überwachen, reagiert das System elektronisch auf wechselnde Untergründe. Ein spezieller Trail-Modus unterstützt das Vorankommen auf unbefestigten Wegen oder bei winterlichen Verhältnissen in den Bergen.

Suzuki eVitara
Sichtfeld-Einschränkung: Die schmale Heckscheibe folgt dem Design-Trend, schränkt die Sicht nach hinten ohne Kamerasysteme jedoch deutlich ein. - Suzuki

Durch gezielte Bremseingriffe an einzelnen Rädern simuliert die Elektronik die Funktion eines Sperrdifferenzials.

Batterietechnologie und Energieeffizienz

Suzuki verwendet für den Energiespeicher Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP), die als besonders langlebig und thermisch stabil gelten. Diese Zellchemie verzichtet auf Kobalt und Nickel, was ökologische Vorteile gegenüber herkömmlichen NMC-Akkus bietet.

Kunden können zwischen einer Batteriekapazität von 49 kWh oder 61 kWh wählen. Die grössere Variante ermöglicht nach WLTP-Standard eine Reichweite von bis zu 428 Kilometern, was im Mittelfeld dieser Fahrzeugklasse liegt.

Ein integriertes Thermomanagement soll die Ladeleistung an Schnellladestationen auch bei niedrigen Aussentemperaturen stabil halten. Dennoch erreichen einige europäische Mitbewerber in dieser Klasse bereits höhere maximale Ladekurven als der e Vitara.

Abmessungen und Innenraumgestaltung

Mit einer Aussenlänge von knapp 4.30 Metern bleibt das Fahrzeug kompakt genug für den städtischen Verkehr. Der Radstand von 2.70 Metern ermöglicht jedoch ein Platzangebot im Innenraum, das über dem Niveau klassischer Verbrennermodelle liegt.

Das Interieur ist funktional gestaltet und verfügt über ein kombiniertes Anzeigesystem für Instrumente und Infotainment. Die Benutzeroberfläche wurde auf eine intuitive Bedienung ausgelegt, um die Ablenkung während der Fahrt zu minimieren.

Suzuki eVitara
Wissenswertes zum Boden: Da die Batterie im Unterboden sitzt, ist der Fussraum hinten komplett flach – ein echter Komfortgewinn für den mittleren Sitzplatz. - Suzuki

An den Kontaktflächen kommen robuste Materialien zum Einsatz, die auf eine intensive Nutzung im Alltag ausgelegt sind. Kurze Karosserieüberhänge optimieren zudem die Böschungswinkel, was den praktischen Nutzen abseits asphaltierter Strassen unterstreicht.

Leistungsdaten und Antriebsvarianten

Die Antriebseinheit ist als kompakte «eAxle» konzipiert, bei welcher der Motor und der Wechselrichter in einem Gehäuse vereint sind. In der Basisversion leistet der Frontantrieb 106 Kilowatt, was für den täglichen Pendlerverkehr ausreichend dimensioniert ist.

Für gesteigerte Anforderungen steht eine Version mit 128 Kilowatt Spitzenleistung zur Verfügung. Das Topmodell mit Allradantrieb kombiniert zwei Motoren zu einer Systemleistung von insgesamt 135 Kilowatt.

Suzuki eVitara
Zwei-Speichen-Trend: Das neue Lenkrad-Design wirkt futuristisch, die Klavierlack-Oberflächen an den Tasten könnten jedoch anfällig für Fingerabdrücke sein. - Suzuki

Das maximale Drehmoment von bis zu 300 Newtonmetern sorgt für eine kraftvolle Beschleunigung aus dem Stillstand. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei allen Varianten zugunsten der Effizienz auf 150 km/h begrenzt, womit Suzuki hinter manchen deutschen Konkurrenten zurückbleibt.

Preis: ab 31'990 Franken

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Kommentare

User #5049 (nicht angemeldet)

Auch beim Vitara sind die BEV Modelle deutlich teurer, als Verbrenner (Hybrid); warum hier trotzdem immer wieder das Gegenteil behauptet wird, verstehe ich nicht...

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