Porsche: Mission S stellt den 911 in den Schatten
Porsche baut 9'000 Stellen ab und will künftig mit weniger als 200'000 Autos pro Jahr sein Geld verdienen. Jetzt präsentiert die Marke einen Supersportwagen.

Carrera GT und 918 Spyder hatten eines gemeinsam: Sie kamen, wurden in Kleinserie gebaut und verschwanden wieder. Nun plant Porsche erstmals ein dauerhaft verfügbares Supersportwagenangebot oberhalb des 911.
Die Studie «Mission S» zeigt, wie es aussehen könnte. Die Weltpremiere fand am 15. Oktober auf einem Pier in Queens statt, mit Blick auf Manhattan. Genau von dort gingen 1953 die ersten Bilder des 550 Spyder um die Welt.

Die Ortswahl ist Programm, der Zeitpunkt ebenso. Gut eine Woche zuvor hatte Porsche in Weissach die Strategie «Sportwagenschmiede ‘35» vorgestellt.
Porsche will die Preise anheben
Der Schweizer Markt ist für Porsche durchaus relevant. Porsche lieferte hier und in Liechtenstein 2025 insgesamt 4'140 Fahrzeuge aus, beim 911 so viele wie nie.
Ein 911 Turbo S kostet laut Schweizer Konfigurator ab CHF 312'200. Künftig will Porsche den Durchschnittspreis seiner Topmodelle um rund 20 Prozent anheben.

Die 10'000 teuersten Porsche eines Jahres kosten heute im Schnitt 270'000 Euro, mittelfristig sollen es 330'000 sein. Offizielle Preise für den Mission S gibt es aktuell noch nicht, Fachmedien nennen gerüchteweise 400'000 bis 600'000 Euro.
Ein Griff ins Archiv
Für das Design bedienten sich die Stuttgarter gezielt bei den eigenen Ikonen. Runde Scheinwerfer und Torpedo-Kotflügel stammen vom 911, die flache Front vom GT1.
Die Dachlinie unter dem Heckflügel erinnert an den 959. Fugen, die in die Lichtgrafik übergehen, zitieren das historische 911er G-Modell.

Vom GT1 stammt zudem das Car-in-Car-Konzept am Heck. Es wirkt, als sei ein zweites Heck über die Karosserie gestülpt.
Das Telefon wird zum Display
Im Cockpit fehlt, was bei Porsche zuletzt selbstverständlich war: ein fest installiertes Center-Display. Auch einen Beifahrer-Bildschirm gibt es nicht.
Stattdessen fährt bei Bedarf eine Smartphone-Halterung mit MagSafe-Technik aus. Hinter dem Lenkrad stehen fünf Rundinstrumente, im Zentrum ein Drehzahlmesser mit analoger Nadel.
Je nach Fahrmodus rückt er näher an den Fahrer heran. Navigieren darf künftig das eigene Telefon, fahren soll weiterhin der Mensch.
Porsche Mission S – Daten & Highlights
- Fahrzeug: Visionsmodell für eine Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des 911
- Antrieb: nicht offiziell; Verbrenner oder Hybrid, kein reines E-Auto
- Leistung, Drehmoment, Fahrleistungen: noch keine Angaben
- Cockpit: fünf Rundinstrumente, analoger Drehzahlmesser, kein Center-Display, ausfahrbare MagSafe-Halterung
- Design-Zitate: 911, G-Modell, 959, 911 GT1
- Weltpremiere: 15. Oktober 2026, Queens, New York
- Preis: kein offizieller CHF-Basispreis; Gerüchte 400'000–600'000 Euro
- Marktstart: offen, laut AUTO BILD nicht vor Mitte/Ende 2028
- Strategie: «Sportwagenschmiede ‘35», Gewinnschwelle unter 200'000 Fahrzeuge pro Jahr











