Changan: Das unbekannte Gesicht im Rückspiegel

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Chinesische Innovation rollt an. Entdecke die neue Automarke, die den Schweizer Markt mit futuristischem Design und cleverer Technik bald aufmischen wird.

Changan Deepak S07
Angriff auf die Mittelklasse: Der Deepal S07 verbindet futuristisches Design mit einem attraktiven Preis unter 50'000 Franken. - Changan

Changan ist nur wenigen Schweizer Autofahrern ein Begriff. Doch der Industriegigant aus China hat grosse Pläne für Europa.

Changang Deepal S07
Tesla-Herausforderer: Der Deepal S07 zielt auf das beliebte Model Y. - Changan

Mit der Premium-Marke Deepal will der Konzern den Markt erobern und die alteingesessenen Platzhirsche der Elektromobilität herausfordern.

Ein Riese mit neuer Mission

Changan zählt zu den «Big Four» der chinesischen Automobilindustrie. Als staatlich organisiertes Traditionsunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung produziert der Konzern jährlich Millionen von Fahrzeugen für den Weltmarkt.

Changan Deepal
Das expansive Panorama-Glasdach erstreckt sich fast über die gesamte Kabine und sorgt für ein luftiges Raumgefühl und viel natürliches Licht. - Changan

Die Tochtermarke Deepal wurde jedoch speziell für das boomende Segment der «New Energy Vehicles» gegründet. Sie verbindet erschwinglichen Luxus mit fortschrittlicher Antriebstechnologie, die sowohl reine E-Autos als auch Modelle mit Range-Extender umfasst.

Das Design entsteht international, unter anderem im italienischen Turin. Dank Kooperationen mit Tech-Giganten wie Huawei fliessen zudem modernste Software-Lösungen direkt in die Cockpits ein.

Der Angreifer: Deepal S07

Das wichtigste Modell für den hiesigen Markt ist der Deepal S07. Mit einer Länge von 4.75 Metern positioniert sich das geräumige Mittelklasse-SUV als direkter Konkurrent zum hierzulande sehr beliebten Tesla Model Y.

Im Innenraum verzichtet der Hersteller fast komplett auf physische Tasten und setzt auf radikalen Minimalismus. Ein grosser Zentralbildschirm dominiert das Armaturenbrett und lässt sich elektrisch zum Fahrer oder Beifahrer schwenken – ein echtes Highlight.

Changan Deppal
Infotainment: Der zentrale Bildschirm ist um bis zu 15 Grad drehbar – ein echtes Gimmick für Fahrer und Beifahrer. - Changan

Technisch bietet der Wagen wahlweise einen reinen Elektroantrieb oder einen Benzin-Generator zur intelligenten Reichweitenverlängerung.

Strategie für die Schweiz: Vertrauen durch Emil Frey

Während Deutschland und Norwegen bereits Ende 2024 bedient wurden, ist der Marktstart in der Schweiz noch nicht veröffentlicht.

Anders als viele digitale Konkurrenten wird Changan hierzulande auf ein starkes Fundament setzen: Die renommierte Emil Frey Gruppe wird voraussichtlich den Import und Service übernehmen.

Changan Deepal 7
Kein Instrumenten-Display: Der Deepal S7 verzichtet bewusst auf ein traditionelles Fahrer-Display und projiziert wichtige Infos aufs Head-up-Display. - Changan

Damit profitieren Schweizer Kunden von einem klassischen Händlernetz und physischen Werkstätten vor Ort – ein entscheidender Vertrauensvorteil gegenüber reinen Online-Marken. Preislich dürfte sich das SUV attraktiv positionieren und voraussichtlich deutlich unter der Marke von 50'000 Franken starten.

Kommentare

User #6872 (nicht angemeldet)

Wenn die Europäische Autoindustrie überleben will, kann sie sicher nicht mehr auf Verbrenner hoffen. Die Mobilitätstechologie und Technologieoffenheit der Zukunft ist nicht offen, sondern ökonomisch längst entschieden.

User #1412 (nicht angemeldet)

ührende Ökonomen haben die absehbare Abkehr vom europäischen Verbrenner-Aus ab 2035 scharf kritisiert. Die Maßnahme löse weder die aktuellen Probleme der Autohersteller noch sichere sie Industriearbeitsplätze in Deutschland, sagte die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, der „Süddeutschen Zeitung“. Eine Verschiebung des Verbots könne sogar negative Effekte haben: „Ich fürchte, das Gegenteil ist der Fall“, antwortete Schnitzer auf die Frage, ob eine Abkehr vom Verbrenner-Aus deutsche Jobs bewahren würde. Schnitzer warnte vor widersprüchlichen Signalen an die Industrie, zumal viele Unternehmen bereits in alternative Antriebe investiert hätten. Ein vermeintlicher Wettbewerbsvorteil deutscher Hersteller bei Verbrennungsmotoren sei allenfalls kurzfristig, sagte sie. Anita Wölfl vom Ifo-Institut kritisierte eine zu lange verfolgte Doppelstrategie zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen. Diese rechne sich auf Dauer nicht. Viele Hersteller investierten bereits nicht mehr in Benziner und Diesel. Neue Verbrennermodelle seien daher kaum zu erwarten.

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