Das Bündner Kunstmuseum verhilft dem jungen, im Glarnerland lebenden Schweizer Künstler Flurin Bisig zur ersten grösseren Show.
Museum (Symbolbild)
Museum (Symbolbild) - Unsplash
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«Am Saum des Sinnes» heisst die bis Mitte August dauernde Ausstellung in Chur mit dem Schwerpunkt Skulpturen.

Zu sehen sind die Werke des 37-jährigen Künstlers im Labor des Bündner Kunstmuseums. Es handelt sich um einen Raum, der reserviert ist für zeitgenössische Kunst und experimentelle Formen. Flurin Bisig erarbeitete eigens für die Ausstellung in Chur eine neue Werkgruppe: Skulpturen aus Wellblech und Holz. Ihnen setzt er eine Marmorskulptur entgegen.

Neben den bildhauerischen Arbeiten entwickelte der Künstler einen Werkkomplex von farbigen Papierarbeiten, die er Faltungen nennt. Auch diese Werke sind in Chur zu sehen.

Flurin Bisig, der aus Samedan im Engadin stammt, lebt und arbeitet in Netstal im Kanton Glarus. Nach seinem Studium an der Hochschule für Kunst in Luzern und an der Universität der Künste in Berlin hielt er sich für längere Zeit in Brüssel auf. Abgesehen von der Teilnahme an Jahresausstellungen in Luzern und am Swiss Art Award in Basel trat er als Künstler bislang kaum öffentlich in Erscheinung.

Landschaften aus der Sammlung

Unter dem Titel «Transversal» zeigt das Museum ausserdem bis Ende November eine Präsentation aus der hauseigenen Sammlung. Sie spiegelt die Vielfalt der Landschaftsdarstellung in der Kunst. Gezeigt werden die Werke im Rahme des 100 Jahre-Jubiläums des Museums, einige davon sind zum ersten Mal überhaupt in Graubünden zu sehen.

Landschaften gehörten neben dem Hochgebirge, dem Tourismus oder der Auswanderung zu den thematischen Schwerpunkten der Sammlung, sagte Co-Direktorin Nicole Seeberger am Donnerstag vor den Medien.

Diese Ausstellung vereinigt Werke einer grösseren Anzahl von Künstlerinnen und Künstlern. Zu sehen sind Arbeiten von Giro Annen, Guido Baselgia, Otto Dix, Gerber/Bardill, Giovanni und Alberto Giacometti, Michel Grillet, Ferdinand Hodler, Monica Ursina Jäger, Heiner Kielholz, Ernst Ludwig Kirchner, Anne Loch, Jules Spinatsch, Jürg Stäuble und Albert Steiner.

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