Graubünden

    Graubünden: Siloballen im Überfluss - Lagerplätze fehlen

    Marie Augustin
    Marie Augustin

    Chur,

    Im Kanton Graubünden stapeln sich die Siloballen: Mehrere Jahre infolge fiel die Heu-Ernte so gut aus, dass es nun an Lagerplatz fehlt.

    Siloballen Heuballen Überfluss Ernte
    Ein Schweizer Landwirt holt Heu ein. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Wetter und die Agrarpolitik führen im Kanton Graubünden zu einer reichen Heu-Ernte.
    • Doch die Bauern haben bereits Siloballen eingelagert, die teils drei Jahre alt sind.
    • Der Platz zur Lagerung des diesjährigen Ertrags wird knapp.

    Im Kanton Graubünden werden immer mehr Areale durch Bauern bewirtschaftet: Die in der Agrarpolitik beschlossenen Direktzahlungen sind an die Fläche gekoppelt.

    Doch nicht nur das trägt zu der aktuell überdurchschnittlichen Heu-Ernte bei.

    Auch die Wetterverhältnisse für die diesjährige Ernte waren optimal – zum dritten Mal infolge. Nun stapeln sich die Silo- und Heuballen. Den Landwirten geht derweil der Platz zur Lagerung aus.

    Silage Heuballen Bauern Ernte
    Durch die Folie der Siloballen darf keine Luft dringen - sonst muss das Heu für viel Geld entsorgt werden. (Archivbild) - keystone

    Strenge Vorschriften erschweren Lagerung

    Die Bauern müssen sich an Vorschriften halten, die eine reichhaltige und lange Lagerung deutlich erschweren: Der Lager-Standort muss jedes Jahr gewechselt werden, die Siloballen dürfen nicht benachbart zu Bächen, Schutzgebieten und Wäldern liegen.

    Das Baugesetz diverser Graubündener Gemeinden schreibt sogar vor, dass die Heuballen nur auf dem eigenen Hof gelagert werden dürfen.

    Arbeitest du in einem landwirtschaftlichen Betrieb?

    Gemeinden wie beispielsweise Chur, Churwalden und Zernez befristen eine Lagerung im Freien auf vier Monate – und fordern eine Genehmigung. Sobald Luft durch die Folie an die Siloballen gelangt, müssen diese auf einer Deponie entsorgt werden. Gemäss dem «SRF» fallen dafür bis zu 200 Franken pro Tonne an.

    Um die gesamte Heu-Ernte aus dem laufenden Jahr zu lagern, fehlt es den Bauern nun an Platz und rechtlichen Grundlagen.

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    Kommentare

    User #1049 (nicht angemeldet)

    Für Heu wurde auch schon fast der Goldpreis bezahlt. TOI TOI TOI.

    User #8169 (nicht angemeldet)

    Das nennt man Überproduktion, wurde früher z.b. in der DDR prämiert.

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