Stadt Zürich

    Regierungsrat geht über Bücher wegen fünfter «Ferienwoche»

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    Zürich,

    Weil die Pläne des Zürcher Regierungsrats für eine «kostenneutrale» fünfte Ferienwoche bei den Angestellten schlecht ankommen, geht er nochmal über die Bücher.

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    Er startet nun eine interne Umfrage.

    Die Ankündigung im Juni tönte auf den ersten Blick gut: Alle Angestellten des Kantons sollten mindestens fünf Wochen Ferien haben. Bis jetzt haben viele erst vier Wochen.

    Auf den zweiten Blick dann die Ernüchterung: Die fünfte Ferienwoche wäre gar keine gewesen. Stattdessen hätten die Angestellten einfach das ganze Jahr über mehr arbeiten sollen, konkret 42,5 statt 42 Stunden pro Woche. Für den Regierungsrat eine «kostenneutrale Lösung», welche den Kanton als Arbeitgeber attraktiver machen sollte.

    Die Reaktionen kamen prompt. Die Gewerkschaft VPOD etwa bezeichnete diese Lösung als «schäbiges Geschenk», das auf Rechnung der Angestellten gehe. In der Privatwirtschaft seien fünf Wochen längst normal. Besonders störend sei, dass der Kanton gleichzeitig ja Überschuss mache. 2017 waren es 367 Millionen Franken.

    Umsetzung frühestens 2020

    Dass seine Idee schlecht ankam, nimmt der Regierungsrat zur Kenntnis, wie er am Donnerstag mitteilte. Er werde daher auf die Umsetzung dieser Idee verzichten.

    Stattdessen startet die Finanzdirektion eine Umfrage bei den Direktionen, der Rechtspflege und bei den selbstständigen Anstalten des Kantons. Dabei sollen Kosten und Personalbedarf von möglichen Modellen erhoben werden.

    Mit Hilfe dieser Umfrage werde dann eine neue Vorlage erarbeitet, schreibt der Regierungsrat. Wie diese aussehen könnte, ist noch offen. Die Umsetzung sei frühestens auf das Jahr 2020 möglich.

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