Regierung macht Tempo bei S-Bahn-Haltestelle Solitude
Die Basler Regierung will sofort mit der Vorprojektierung der neuen S-Bahn-Haltestelle Basel Solitude beginnen, noch bevor ein Bundesbeschluss vorliegt. Hierfür beantragt die Regierung dem Grossen Rat einen Investitionsbeitrag von 1,4 Millionen Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Nau.ch zeigt Ihnen, was hyperlokal geschieht.
- Schreiben auch Sie einen Beitrag!
Da die nötigen Entscheide auf Bundesebene voraussichtlich erst Ende 2019 oder 2020 fielen, wolle die Basler Regierung das Projekt in einem ersten Schritt mit kantonalen Mitteln vorantreiben, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
Die S-Bahn-Haltestelle Basel Solitude solle möglichst zur Eröffnung der neuen Gebäude auf dem Roche-Areal in Betrieb gehen können. Darum sollten die Arbeiten am Vorprojekt unverzüglich beginnen. Die Kosten dafür solle der Kanton im Sinne eines Überbrückungskredites übernehmen.
Die S-Bahn-Haltestelle Solitude hat laut dem Regierungsrat sehr gute Chancen, in den Bahn-Ausbauschritt 2030/35 des Bundes aufgenommen zu werden. In der volkswirtschaftlichen Bewertung des Bundes betrage das Kosten-Nutzen-Verhältnis 3, was schweizweit ein sehr hoher Wert sei, schreibt der Regierungsrat.
Nötige Verkehrsanfrage sei da
Untersuchungen des Kantons Basel-Stadt zusammen mit dem Bund zum Standort und Potenzial einer S-Bahn-Haltestelle beim Solitude-Park hätten gezeigt, dass die nötige Verkehrsnachfrage da sei und künftig noch zunehmen werde. Anderseits habe die Machbarkeit nachgewiesen werden können.
Von der neuen S-Bahnhaltestelle würden in erster Linie die Beschäftigten der Roche sowie die Bevölkerung des Wettsteinquartiers profitieren - mit Umsteigemöglichkeiten von der S-Bahn auf die BVB-Buslinien 31/38, heisst es weiter.
Die S-Bahn-Haltestelle Solitude soll dereinst ans Projekt «Herzstück» der Regio S-Bahn angeschlossen werden mit seinem geplanten Tunnel unter dem Rhein zur Verbindung der beiden Bahnhöfe Basel SBB und Badischer Bahnhof. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft verlangen vom Bund die Aufnahme der vollen Projektierungskosten für das «Herzstück».
-Mitteilung der SDA (mis)






