Um ihr Auto frühlingsfit zu machen, haben wir die zehn wichtigsten Tipps zusammengestellt. Danach können Sommer und Sonne kommen!
frühlingsfit Saisonstart Frühlings-Ratgeber
Wir haben die wichtigsten Tipps um das Auto frühlingsfit zu machen! - Axel Linther

Das Wichtigste in Kürze

  • Die dunkle Jahreszeit setzt Lack, Gummi und Mechanik zu
  • Mit wenigen Handgriffen ist ihr Auto wieder gut für den Sommer gerüstet
  • Es hilft ausserdem Rost und anderen Problemen vorzubeugen

Die dunkle Jahreszeit ist nicht nur für den Mensch teils ungemütlich, auch den Autos wird ordentlich zugesetzt. Streusalz, Taumittel und Splitt greifen den Lack an. Feuchtigkeit dringt durch alle Ritzen und lässt die Scheiben beschlagen. Deshalb ist es zum Ende des Winters besonders wichtig, den Wagen mit ein paar wenigen Handgriffen zu pflegen.

Tipp 1: Die intensive Wäsche

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Viel Schaum und ein Unterbodenprogramm helfen Salz und Dreck der Wintermonate zuverlässig abzuwaschen - Axel Linther

Nässe und Schneematsch hinterlassen oft hässliche Spuren auf dem Lack. Doch schlimmer als dieses kosmetische Problem ist das abgelagerte Salz und Taumittel auf der Karosserie und den Fahrwerksteilen. Eine intensive Autowäsche mit Unterbodenprogramm sorgt hier für schnelle Abhilfe. Wer es besonders gut meint, der arbeitet mit dem Dampfstrahler im unteren Bereich und den Radkästen vor.

Tipp 2: Die Rost-Kontrolle

Auto frühlingsfit machen Ratgeber
Hier ist noch kein Rost zu sehen, aber gerade das Radhaus erfordert durch Steinschlag und stetige Dreckdusche besondere Aufmerksamkeit - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Sollte ein Steinschlag oder eine sonstige Lackbeschädigung dafür gesorgt haben, dass sich eine kleine Roststelle gebildet hat, muss gehandelt werden. Die entsprechende Stelle gründlich reinigen und mit einem Lackstift ausbessern, hilft meist aus. Bei grösseren Problemstellen sollte eine Garage aufgesucht werden, um schlimmere Durchrostung zu verhindern.

Tipp 3: Der Scheibenwischer-Check

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Die hauchzarte Gummilippe ist im Winter schnell verschlissen, es drohen Schlieren und schlechte Sicht! - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Die Gummis auf der Scheibe müssen im Winter durch eine harte Zeit. Festgefroren, von Schnee bedeckt und gerne auch mal zum Freikratzen genutzt. Dabei sind die hauchdünnen Blätter der Scheibenwischer überaus empfindlich. Sind sie im Frühjahr rissig oder hinterlassen sie Schlieren, hilft nur der Austausch.

Tipp 4: Die Dichtungs-Prüfung

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Die Dichtung muss weich und flexibel sein, dazu frei von Dreck in den Zwischenräumen und gut an der Karosserie anliegen - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Schnell ist man mit den dicken Winterschuhen mal hängengeblieben oder mit dem Mantel rübergerutscht. Den Türdichtungen lauern im Winter viele Gefahren. Dabei sorgen sie nicht nur für das Fernhalten von Feuchtigkeit, auch lästige Geräusche können sie nur unbeschädigt gut dämmen. Eine optische Prüfung empfiehlt sich und über eine zarte Fettschicht freut sich das empfindliche Gummi auch jederzeit.

Tipp 5: Die Innenraum-Reinigung

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Der Zeitungs-Trick funktioniert auch in heutigen Autos noch zuverlässig gegen feuchte Innenräume - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Ein sauberer und vor allem trockener Innenraum ist das A und O. Nicht nur gegen beschlagene Scheiben, sondern auch gegen muffigen Geruch. Gründliches Saugen, auch unter den Fussmatten, schafft schnell wieder ein angenehmes Ambiente im Interieur. Sollte es unter den Teppichen feucht sein, helfen ausgelegte alte Zeitungen.

Tipp 6: Der Lüftungs-Check

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Neben dem Check von Luftführung und Innenraumfilter ist auch die korrekte Einstellung der Klimaanlage wichtig für guten Durchblick - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Es kann vorkommen, dass der Innenraum trocken ist und die Scheiben trotzdem beschlagen. Sollte das der Fall sein, liegt das Problem oft in der Lüftung. Laub und Blätter vom Herbst haben wahrscheinlich den Innenraumfilter zugesetzt. Ein Wechsel hilft auch wieder für ein ordentliches Arbeiten von Gebläse und Klimatisierung.

Tipp 7: Der Licht-Test

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Wenn alle Funktionen in Ordnung sind, keine Steinschläge und keine Feuchtigkeit zu sehen sind, dann sind die Lampen winterfit. - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Dieser Punkt sollte nicht nur nach der Saison, sondern in regelmässigen Intervallen im ganzen Jahr stattfinden. Denn nur wer gut sieht und gesehen wird kann sicher am Strassenverkehr teilnehmen. Deshalb einfach alle Lichter einschalten und einmal um den Wagen gehen, defekte Birnen oder Steinschläge im Scheinwerferglas finden sich sofort. Wer dabei den Motor laufen lässt hört sogar, ob eventuell der Rost ein Loch in den Auspuff genagt hat.

Tipp 8: Der Reifen-Wechsel

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Der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen ist nicht nur aus optischen, sondern auch aus Fahrsicherheits- und Verbrauchsgründen zu empfehlen - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Die Faustregel sagt von O bis O, also von Oktober bis Ostern. In dieser Zeit ist man mit Winterreifen am sichersten unterwegs. Doch sobald das Thermometer beständig in die Plusgrade klettert, sind die Sommerreifen im Vorteil. Besserer Grip, kürzere Bremswege, aber auch geringerer Verbrauch und Reifenverschleiss sprechen klar für den Wechsel.

Insider-Tipp: Achten sie auf das Profil!

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Solange der Sockel der Helvetia nicht zu sehen ist, haben sie noch ausreichend Profil. In unserem Fall sind die Pneus sogar neuwertig! - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Beachten Sie auch den korrekten Luftdruck der Reifen. Die Profiltiefe sollte ebenfalls überprüft werden und ab 2-3 Millimetern ist es Zeit für neue Pneus. Wem beim Wechsel eine ungleichmässige Abnutzung auffällt, der sollte sein Auto zur Fahrwerkseinstellung bringen. Ansonsten drohen Einbussen bei Verbrauch, Fahrsicherheit und Komfort.

Tipp 9: Der Motorraum-Check

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Eine Sichtprüfung hilft Problemstellen zu erkennen und mit dem Peilstab ist das Ölniveau schnell überprüft. - Nau.ch Mobilitätsratgeber

Kälte und Kurzstrecken setzen der Auto-Batterie unter der Haube sehr zu. Dazu kommt der vermehrte Einsatz von kräftezehrenden Verbrauchern wie Scheiben- und Sitzheizung. Wenn es die Batterie durch den Winter geschafft hat, sollte man ihr zum Frühjahr trotzdem einen kurzen Blick gönnen. Die Polklemmen sollten fest und ohne Korrosion sitzen, auch sonst dürfen äusserlich keine Beschädigungen zu sehen sein.

Auch die Flüssigkeiten gilt es zu überprüfen. Der Ölstand lässt sich schnell mit einem Papiertuch checken, auch Kühlwasser und Bremsflüssigkeit sind schnell gecheckt. Wer sich nicht sicher ist, wo die Komponenten zu finden sind, dem hilft ein Blick ins Handbuch weiter.

Insider-Tipp: Der Ballast-Abwurf

Der Winter bringt viel Zubehör ins Auto. Eiskratzer, Decken, gerne ein paar dicke Schuhe, oder sogar Schneeketten und Streugut. Das alles hat nicht nur Gewicht und sorgt damit für einen höheren Verbrauch, es schränkt vor allem das Kofferraumvolumen ein. Deshalb gilt: alles raus, was Sie im Sommer nicht mehr benötigen.

Haben sie alle Tipps gekannt?

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