Minister erwartet langwierige Regierungsbildung

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    Nach Einschätzung vom italienischen Finanzminister Pier Carlo Padoan wird sein Land nach der Parlamentswahlen viele Monate ohne Regierung bleiben. In den Umfragen liegt die Fünf-Sterne-Bewegung vorne.

    Italien dürfte nach Einschätzung von Finanzminister Pier Carlo Padoan nach der Parlamentswahl Anfang März für viele Monate ohne neue Regierung bleiben. In einem Interview der Tageszeitung «Corriere della Sera» schloss der parteilose Wirtschaftswissenschaftler auch eine künftige Allianz der regierenden Sozialdemokraten (PD) mit der konservativen Forza Italia (FI) von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht aus.

    In Italien wird am 4. März ein neues Parlament gewählt. In den Umfragen liegt die populistische Fünf-Sterne-Bewegung derzeit vorne, sie ist mit rund 27 Prozent aber weit von einer Mehrheit entfernt. Die PD, die in jüngster Zeit mehrere Abspaltungen erlitt, belegt mit 24 Prozent Platz zwei, gefolgt von der Forza Italia, die in einem Bündnis mit zwei anderen Rechtsparteien ins Rennen geht.

    Es könnten «Monate über Monate» vergehen, in denen die Parteien verhandelten und Ministerpräsident Paolo Gentiloni weiterregiere, sagte Padoan. «Gentiloni hat etwas sehr Wichtiges gesagt: Die Regierung regiert», betonte er und erinnerte an die langwierigen Regierungsbildungen in Deutschland oder den Niederlanden. «Dies könnte eine Art neuer europäischer Normalität sein», sagt er.

    Gentiloni hatte im Dezember 2016 das Amt von Matteo Renzi übernommen, der nach einem verlorenen Referendum über eine Verfassungsreform zurückgetreten war. Zunächst waren vorgezogene Wahlen 2017 erwartet worden, nun geht die fünfjährige Legislaturperiode regulär zu Ende.

    Nach Einschätzung von Pier Padoan, Finanzminister von Italien, wird Italien nach den Parlamentswahlen für längere Zeit ohne Regierung bleiben.
    Nach Einschätzung von Pier Padoan, Finanzminister von Italien, wird Italien nach den Parlamentswahlen für längere Zeit ohne Regierung bleiben. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Einschätzung von Pier Padoan, Finanzminister von Italien, wird sein Land nach den Parlamentswahlen für längere Zeit ohne Regierung bleiben.
    • Die Fünf-Sterne-Bewegung liegt derzeit vorne, aber sie ist mit ihren rund 27 Prozent weit von der Mehrheit entfernt.

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