Rammstein: Konzerte in München offenbar ohne «Row Zero»

Vier Konzerte plant Rammstein in dieser Woche in München. Nach den Vorwürfen gegen die Band soll es den Extrabereich für junge Frauen nicht geben.

Till Lindemann, Frontsänger von Rammstein, steht während eines Deutschland-Konzerts auf der Bühne. - Malte Krudewig/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Rammstein tritt diese Woche in München auf.
  • Nach Druck der Politik soll der Veranstalter jetzt die «Row Zero» verbieten.
  • Von der «nullten Reihe» aus soll Till Lindemann weibliche Fans rekrutiert haben.

Diese Woche spielt Rammstein vier Konzerte im Münchner Olympiastadion. Nach den Vorwürfen gegen Till Lindemann (60) soll es nun zu Änderungen kommen.

Der Veranstalter hat offenbar dem Druck von Politikern nachgegeben und die berüchtigte «Row Zero» verboten. Das meldet unter anderen die deutsche «Abendzeitung».

Die «nullte Reihe» war in Verruf geraten. Lindemann soll von dort aus jeweils junge Frauen ausgewählt und zur Pre- und Afterparty eingeladen haben. Dabei kam es zu missbräuchlichen Situationen.

Rammstein tritt bereits an diesem Mittwoch und Donnerstag sowie an diesem Samstag und Sonntag in München auf. Die Band kommt auch in die Schweiz. Am 17. und 18. Juni tritt Rammstein in Bern auf.

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Die deutsche Band hat sich am Wochenende zu den Vorwürfen gegen ihren Frontmann geäussert. Dass die Fans sich sicher fühlen könnten, sei der Band wichtig – «vor und hinter der Bühne».

«Wir verurteilen jede Art von Übergriffigkeit und bitten euch: Beteiligt euch nicht an öffentlichen Vorverurteilungen jeglicher Art denen gegenüber, die Anschuldigungen erhoben haben. Sie haben ein Recht auf ihre Sicht der Dinge.» Gleichzeitig betont die Gruppe: «Wir, die Band, haben aber auch ein Recht – nämlich ebenfalls nicht vorverurteilt zu werden.»