Spiegeltrick in Italien: Achtung Abzocke

Daniel Huber
Daniel Huber

Bern,

Vorsicht in Italien! Eine Spiegeltrick-Mafia zockt ahnungslose Urlauber ab. So schützt du dich vor der perfiden Masche und rettest die wohlverdienten Ferien.

Italien
Vorsicht vor falschen Schäden! So erkennt man den Spiegeltrick und schützt sich vor Abzocke im Italien-Urlaub. - pexels

Italien ist ein beliebtes Reiseziel und zieht auch im Spätsommer noch viele Schweizer in den Süden. Doch Urlauber sollten sich vor einer Betrugsmasche in Acht nehmen, die sich in den letzten Jahren immer mehr verbreitet hat: dem Spiegeltrick.

Dabei handelt es sich um einen perfiden Trick, bei dem ahnungslose Autofahrer, insbesondere Touristen, um ihr Geld gebracht werden.

Wie funktioniert der Spiegeltrick?

Die Täter täuschen einen Unfall vor, indem sie behaupten, ihr Aussenspiegel sei vom Opfer beim Vorbeifahren beschädigt worden. Oft wird ein lauter Knall erzeugt, um den angeblichen Unfall zu simulieren.

Um den Schaden zu «beweisen», zeigen die Täter auf einen schwarzen Streifen am Fahrzeug des Opfers, den sie zuvor heimlich angebracht haben.

ROM
In den grossen Touristenstädten wie Rom kommt die Masche besonders häufig zur Anwendung. - Pexels

Anschliessend fordern sie das Opfer auf, den Schaden sofort in bar zu bezahlen. Dabei drohen sie oft mit der Polizei oder anderen Konsequenzen, um das Opfer einzuschüchtern.

Betrugsversuche vor allem in Touristengebieten

Obwohl es keine offiziellen Statistiken zur Häufigkeit des Spiegeltricks gibt, berichteten Automobilclubs und Reiseportale bereits seit mehreren Jahren von einer Zunahme solcher Fälle in Italien.

Insbesondere in touristischen Gebieten wie Rom, Neapel und entlang der Küste sind Reisende gefährdet.

Praxistipps: Wie solltest du dich verhalten?

- Ruhe bewahren: Lass dich nicht unter Druck setzen und bleibe möglichst ruhig.

- Beweise sichern: Mache Fotos vom angeblichen Schaden und notiere dir das Kennzeichen des anderen Fahrzeugs.

- Polizei rufen: Bestehe darauf, die Polizei zu rufen, auch wenn die Täter versuchen, dich davon abzuhalten.

- Keine Barzahlung: Zahle niemals direkt an die Täter. Ein Schaden sollte immer über die Versicherung abgewickelt werden.

Für eine Italien-Reise ohne Ärger

Sei besonders vorsichtig an unübersichtlichen Stellen wie Kreisverkehren oder engen Strassen, wo die Täter den Trick leichter durchführen können.

Vertrauen deinem Instinkt: Wenn dir etwas verdächtig vorkommt, lasse dich nicht auf Diskussionen ein und fahre weiter. Informiere dich vor der Reise auch über weitere aktuelle Betrugsmaschen im Ausland.

Wer wachsam bleibt, kann seinen Urlaub in Italien unbeschwert geniessen.

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