Marco Odermatt

    Skiverband verbietet «Wunderwaffe» von Marco Odermatt

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Nidwalden,

    Die FIS greift durch und plant neue Regeln, um die Sicherheit der Ski-Cracks zu verbessern. Eine davon betrifft auch unseren Ski-Superstar Marco Odermatt (27).

    Marco Odermatt
    Marco Odermatt wird künftig auf seine Karbon-Schienbein-Einlagen verzichten müssen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für die Speed-Fahrer sollen Airbags und schnittfeste Unterwäsche neu Pflicht werden.
    • Zudem werden Karbon-Schienbein-Einlagen verboten.
    • Diese trägt unter anderem Ski-Dominator Marco Odermatt.

    Die abgelaufene Weltcup-Saison bleibt nicht nur wegen der erfolgreichen Schweizer in Erinnerung. Auch das Thema Sicherheit beschäftigt den Ski-Zirkus. Die FIS beschliesst nun Massnahmen, um diese zu verbessern.

    Eine davon betrifft auch den Schweizer Ski-Star Marco Odermatt: Der internationale Skiverband verbietet die Karbon-Schienbein-Einlagen, die unter anderem Odi trägt.

    Marco Odermatt
    Marco Odermatt muss seine vier Kristallkugeln ohne seine Wunderwaffe verteidigen. - keystone

    Diese sollen eine bessere Kraftübertragung vom Skischuh auf das Schienbein ermöglichen. Doch diese Innovation muss in der kommenden Saison einer in den Skischuh integrierten Polsterungen weichen. Marco Odermatt muss also künftig auf seine Wunderwaffe verzichten.

    Airbag
    Die Airbags werden im Speed-Weltcup Pflicht. - keystone

    Zudem werden ab der kommenden Speed-Saison die Ausnahmen in der Airbag-Pflicht gestrichen. Bisher erlaubte die FIS Ausnahmen, was das Tragen der Airbags angeht. Das ist nun vorbei: «7000 Tests haben die Zuverlässigkeit der Technologie bewiesen», schreibt der Weltverband.

    Die dritte Massnahme hat mit dem schweren Sturz von Aleksander Kilde in Wengen in der Vorsaison zu tun. Der Norweger hatte sich unter anderem eine tiefe Schnittwunde zugezogen. Deshalb wird jetzt schnittfeste Unterwäsche zur Pflicht für die Athleten.

    Cyprien Sarrazin
    Schlimme Szene: Der Franzose Cyprien Sarrazin stürzte in Bormio Ende Dezember schwer. - dpa

    Bereits während der vergangenen Saison wurde das Thema Sicherheit häufig diskutiert. Unter anderem Cyprien Sarrazin stürzte schwer und musste die Saison, wie mehrere andere Fahrer, vorzeitig beenden.

    Aleksander Kilde schlägt schon im Januar Alarm

    Die vielen heftigen Stürze machen auch den Fahrern Sorgen. Aleksander Kilde sagt Anfang Jahr bei SRF: «Es passiert in jedem Rennen und ist nicht gut für unseren Sport. Man kann niemandem die Schuld dafür geben. Aber man muss gemeinsam schauen, was man machen kann.»

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    Aleksander Kilde macht sich Sorgen um den Skisport. - srf

    Mit diesen Massnahmen soll der Ski-Sport für Marco Odermatt und Co. nun sicherer werden. Alle drei Neuerungen müssen noch vom FIS-Council abgesegnet werden. Diese tagt im Juni.

    Kommentare

    User #4706 (nicht angemeldet)

    Wer fährt eigentlich Ski, die FIS oder Odermatt !!!!!

    User #4809 (nicht angemeldet)

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Dies war doch zum Schutz. Es müssten einfach die Pisten wieder etwas " langsamer" gebaut werden und auf Schnee fahren nicht nur "Eis".

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