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    Ski Alpin: FIS muss nach dem Weltcup-Fehlstart umdenken

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Region Visp,

    Acht Rennen hätte der Ski-Alpin-Weltcup bis Mitte November austragen sollen. Sieben davon fallen dem Wetter zum Opfer. Langsam muss die FIS reagieren.

    Zermatt FIS Ski-Weltcup
    Der Speed-Auftakt, den die FIS im Oktober in Zermatt durchführen wollte, ist krachend gescheitert. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Ski-Weltcup startet mit einer Absagen-Flut in den WM-Winter.
    • Von acht geplanten Rennen fallen sieben wetterbedingt aus.
    • Die FIS muss umdenken, wenn der Weltcup überleben soll. Ein Kommentar.

    Sölden, Zermatt, Lech – aktuell steuert der Ski-Weltcup auf ein Debakel zu: Von den ersten acht geplanten Rennen konnte mit dem Männer-Riesen in Sölden nur ein einziges auch tatsächlich stattfinden.

    Davon abgesehen ist der Kalender bisher ein Absagen-Festival: Vor allem der Abfahrtsirrsinn in Zermatt erweist sich als Fehlgriff. Mit vier Rennen hätte hier die Speed-Saison Ende Oktober (!) lanciert werden sollen – stattdessen gab es vier Absagen.

    Die FIS ist auf dem Holzweg

    Spätestens mit der Streichung der Parallel-Rennen in Lech/Zürs ist klar: Die FIS muss sich für ihre Wettkämpfe schleunigst etwas einfallen lassen. Weltcup-Rennen in den Alpen sind im Oktober und November schlicht kein Thema mehr.

    Zermatt FIS Weltcup
    Die Zermatt-Premiere im Weltcup musste von der FIS vertagt werden. - dpa

    Dass auch im Ski-Weltcup statt «schneller, höher, stärker» mittlerweile «teurer, grösser, pompöser» gilt, ist keine Überraschung. Warum sollte der Wintersport auch von den Plagen verschont bleiben, die alle anderen Sportarten befallen?

    Nur zwei Möglichkeiten für den Ski-Weltcup

    Nur: Anders als etwa im Fussball kann der Skisport seine Wettkämpfe nicht ohne etwas Hausverstand sichern. Die letzten Jahre haben eindrucksvoll bewiesen, dass in Mitteleuropa bestenfalls zwischen Ende November und Ende Februar gefahren werden kann. Bestenfalls.

    Levi Finnland FIS Weltcup
    Die Frauen starten am 19. November mit einem Slalom im finnischen Levi in den Weltcup. - Keystone

    Damit bleiben dem Ski-Weltverband nur zwei Optionen, um den Weltcup langfristig zu retten: Entweder stutzt man die Saison, um sich im immer kürzer werdenden Winter-Fenster zu bewegen. Oder man startet den Weltcup-Winter eben im hohen Norden.

    Levi, Kvitfjell, Åre oder Lake Louise wären in Sachen Wetter schon jetzt taugliche Rennorte. Der traditionelle Sölden-Auftakt hingegen ist ein Relikt der Vergangenheit.

    Und wenn die FIS nicht bald reagiert, gilt das schnell auch für den Weltcup selbst.

    Wie soll die FIS auf den Klimawandel reagieren?

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