Ski

    Schmidhalter tritt bei Swiss-Ski und WM-OK zurück

    Simon Huber
    Simon Huber

    Oberwallis,

    Nach seiner Suspendierung zieht Claude-Alain Schmidhalter die Konsequenzen. Er tritt bei Swiss-Ski und als OK-Präsident der Ski-WM zurück.

    Claude-Alain Schmidhalter Swiss-Ski
    Claude-Alain Schmidhalter, Vizepräsident von Swiss-Ski, muss sich vor Gericht verantworten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Claude-Alain Schmidhalter tritt bei Swiss-Ski und als OK-Präsident der Ski-WM 2027 zurück.
    • Zuvor war er wegen einer Anklage wegen Betrugs vorläufig suspendiert worden.
    • Schmidhalter bestreitet die Vorwürfe weiterhin, es gilt die Unschuldsvermutung.

    Erst wurde Claude-Alain Schmidhalter vorläufig seiner Ämter enthoben. Nur wenige Stunden später geht er nun ganz.

    Der Walliser tritt mit sofortiger Wirkung als Vizepräsident von Swiss-Ski und als Präsident des Organisationskomitees der Ski-WM in Crans-Montana zurück.

    Den Entscheid über seine Suspendierung nehme er zur Kenntnis und respektiere ihn, schreibt Schmidhalter in einer Mitteilung. Daraus ziehe er nun die Konsequenzen.

    schmidhalter
    Claude-Alain Schmidhalter (Mitte) im August an einem WM-Medienanlass in Crans-Montana. - keystone

    Schmidhalter: «Keine Vorwürfe zu machen»

    Mit einem Schuldeingeständnis habe der Rücktritt nichts zu tun, betont Schmidhalter. Er habe sich nichts vorzuwerfen. Aber die Weltmeisterschaften bräuchten jetzt Klarheit.

    Kämpferisch gibt er sich mit Blick auf den Prozess. «Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass sich die gegen mich erhobenen Vorwürfe im Rahmen des laufenden Verfahrens als unbegründet erweisen werden», schreibt er.

    Prozess Ende Oktober

    Am 27. Oktober muss sich Schmidhalter vor dem Bezirksgericht Brig verantworten. Die Walliser Staatsanwaltschaft wirft ihm Betrug und ungetreue Geschäftsführung vor.

    Zusammen mit einem Komplizen soll er einen früheren Geschäftspartner um über 300'000 Franken gebracht haben. Die Anklage fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 23 Monaten. Mit seinen Ämtern im Skisport hat das Verfahren nichts zu tun.

    Bei Swiss-Ski und dem WM-OK ist man dankbar. Schmidhalter habe über viele Jahre «eine bemerkenswerte und untadelige Arbeit geleistet», erklären Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun und Sébastien Rey. Rey führt den WM-Vorstand nun zusammen mit Swiss-Ski-Co-CEO Diego Züger bis auf Weiteres.

    Ist der Entscheid von Swiss-Ski richtig?

    Die Ski-WM in Crans-Montana beginnt am 1. Februar 2027.

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    Kommentare

    User #3628 (nicht angemeldet)

    Warum sie immer alles leugnen, selbst nach einer Verurteilung noch. Zugeben und fertig.

    User #5726 (nicht angemeldet)

    Viel Geld für Korrupte. In diversen Branchen.

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