Nach Anklage: Swiss Ski enthebt Schmidhalter vorläufig seiner Ämter
Claude-Alain Schmidhalter muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Nun zieht Swiss Ski die Konsequenzen, bis ein Urteil vorliegt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Staatsanwaltschaft wirft Schmidhalter Betrug und ungetreue Geschäftsführung vor.
- Rey und Züger übernehmen bis zum Urteil vorübergehend die WM-Führung.
- Swiss Ski betont, dass die Vorwürfe keinen Bezug zur Ski-WM haben.
Knapp vier Monate vor der Heim-WM in Crans-Montana gibt es einen Wechsel an der Spitze des Organisationskomitees. Claude-Alain Schmidhalter wird als OK-Präsident und als Vizepräsident von Swiss Ski temporär seiner Ämter enthoben.
Das haben das Präsidium von Swiss Ski und der WM-Vorstand entschieden. Grund ist die Anklage der Walliser Staatsanwaltschaft. Sie wirft dem Unternehmer Betrug und ungetreue Geschäftsführung vor.

Zusammen mit einem Komplizen soll er einen früheren Geschäftspartner um über 300'000 Franken gebracht haben. Am 27. Oktober muss sich Schmidhalter vor dem Bezirksgericht Brig verantworten.
Kein Zusammenhang mit der Ski-WM
Swiss Ski betont, dass das Verfahren seine unternehmerische Tätigkeit betrifft. Mit seinen Ämtern bei Swiss-Ski und der WM habe es nichts zu tun. Die Massnahme gilt bis zum Urteil.
Schmidhalter selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück und blickt der Verhandlung laut Mitteilung mit Zuversicht entgegen.
Rey und Züger übernehmen ad interim
Bis dahin führen Sébastien Rey und Diego Züger den WM-Vorstand. Rey vertritt die Gemeinden von Crans-Montana, Züger ist Co-CEO von Swiss Ski.
Rückendeckung gibt es von höchster Stelle. Schmidhalter leiste seit Jahren hervorragende und tadellose Arbeit, erklären Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun und Rey gemeinsam. «Mit diesem Schritt sollen die Integrität und Handlungsfähigkeit der beiden Organisationen gewahrt werden.»
Die Ski-WM in Crans-Montana beginnt am 1. Februar 2027.











