Marco Odermatt hätte Schladming gerne sausen lassen, aber...
Wengen, Kitzbühel, Tränen – und jetzt die Spannung für Schladming aufbauen. Marco Odermatt erklärt, warum er kein grosser Fan des Nacht-Spektakels ist.

Das Wichtigste in Kürze
- Marco Odermatt hat mit Wengen und Kitzbühel emotionale Tage mit viel Speed hinter sich.
- Vom heutigen Nacht-Riesenslalom-Spektakel ist der Nidwaldner nicht der grösste Fan.
- Das Rennen auszulassen? «Es wäre eine Überlegung wert gewesen.»
- Im Hinblick auf Olympia braucht Odi aber die Riesen-Läufe.
Die Kitzbühel-Tränen von Marco Odermatt (28) gingen um die Welt. Auch vor dem heutigen Schladming-Nachtspektakel sagt der Nidwaldner bei «SRF», dass er die Emotionen «noch nicht komplett ablegen» konnte. «Die Spannung hat schon etwas nachgelassen, darum ist es wichtig, diese für das Rennen wieder aufzubauen.»
00:00 / 00:00
Odi gibt zu: «Aus Punkte-Sicht» sei es eine Option gewesen, das Schladming-Rennen gar ganz auszulassen. Der Superstar führt im Riesen-Weltcup mit 95 Zählern Vorsprung, im Gesamt-Weltcup gar mit deren 617.
Darum steht Marco Odermatt trotzdem am Start
«Es wäre eine Überlegung wert gewesen.» Trotzdem reiste Odi in die Reiteralm und trainierte. «Für mich war klar, dass ich diesen Riesenslalom-Tag brauche, diese paar Fahrten. Auch hinsichtlich Olympia ist es meine einzige Vorbereitung.»

Nach Schladming stehen nämlich die Speed-Rennen von Crans-Montana an. Auch die ersten rund zehn Olympia-Tage drehen sich nur um die Speed-Wettbewerbe. «Das war der Grund, warum ich dieses Rennen nicht auslassen kann», so der Olympia-Riesen-Titelverteidiger.

«Es war für mich hier immer ein Murks»
Letztes Jahr musste der Schweizer seinem norwegischen Kontrahenten Henrik Kristoffersen (31) den Vortritt lassen. «Es war für mich hier immer ein bisschen ein Murks», so Odi.
Im Gegensatz zu anderen Athleten sei er kein grosser Nachtrennen-Fan. Er schaue lieber am TV den Slalom-Cracks zu...
00:00 / 00:00
«Ich bin mir gewohnt, die Spannung am Morgen aufzubauen.» Durch den Tag zu kommen, ohne allzu viel Energie zu verbrauchen, finde er eher ein bisschen komisch. «Für mich steht nicht das Resultat im Vordergrund, sondern, dass ich gut Riesenslalom fahre für Olympia.»
Marco Odermatt und die ersten Schladming-Läufe
Ein Blick zurück zeigt: Odi hatte in den vergangenen Jahren in Schladming Mühe mit den ersten Läufen. 2024 liegt er bei Halbzeit auf Rang elf, 2025 nur auf Rang zwölf.
Mit Traumläufen im zweiten Durchgang rast der Schweizer dennoch beide Male aufs Podest. Einmal zum Sieg und zuletzt auf Platz drei.












