Marco Odermatt

Marco Odermatt hätte Schladming gerne sausen lassen, aber...

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Nidwalden,

Wengen, Kitzbühel, Tränen – und jetzt die Spannung für Schladming aufbauen. Marco Odermatt erklärt, warum er kein grosser Fan des Nacht-Spektakels ist.

Marco Odermatt
Letztes Jahr wurde Marco Odermatt hinter Alexander Steen Olsen und Henrik Kristoffersen Dritter. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Marco Odermatt hat mit Wengen und Kitzbühel emotionale Tage mit viel Speed hinter sich.
  • Vom heutigen Nacht-Riesenslalom-Spektakel ist der Nidwaldner nicht der grösste Fan.
  • Das Rennen auszulassen? «Es wäre eine Überlegung wert gewesen.»
  • Im Hinblick auf Olympia braucht Odi aber die Riesen-Läufe.

Die Kitzbühel-Tränen von Marco Odermatt (28) gingen um die Welt. Auch vor dem heutigen Schladming-Nachtspektakel sagt der Nidwaldner bei «SRF», dass er die Emotionen «noch nicht komplett ablegen» konnte. «Die Spannung hat schon etwas nachgelassen, darum ist es wichtig, diese für das Rennen wieder aufzubauen.»

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Marco Odermatt nach Rang zwei in Kitzbühel. - srf

Odi gibt zu: «Aus Punkte-Sicht» sei es eine Option gewesen, das Schladming-Rennen gar ganz auszulassen. Der Superstar führt im Riesen-Weltcup mit 95 Zählern Vorsprung, im Gesamt-Weltcup gar mit deren 617.

Darum steht Marco Odermatt trotzdem am Start

«Es wäre eine Überlegung wert gewesen.» Trotzdem reiste Odi in die Reiteralm und trainierte. «Für mich war klar, dass ich diesen Riesenslalom-Tag brauche, diese paar Fahrten. Auch hinsichtlich Olympia ist es meine einzige Vorbereitung.»

Marco Odermatt
Marco Odermatt verdrückt nach Rang zwei in Kitzbühel Tränen auf dem Podest. - keystone

Nach Schladming stehen nämlich die Speed-Rennen von Crans-Montana an. Auch die ersten rund zehn Olympia-Tage drehen sich nur um die Speed-Wettbewerbe. «Das war der Grund, warum ich dieses Rennen nicht auslassen kann», so der Olympia-Riesen-Titelverteidiger.

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Für viele Zuschauer und Fahrer ein Saison-Highlight, für Marco Odermatt eher ein «Murks»: Der Nacht-Slalom von Schladming. - keystone

«Es war für mich hier immer ein Murks»

Letztes Jahr musste der Schweizer seinem norwegischen Kontrahenten Henrik Kristoffersen (31) den Vortritt lassen. «Es war für mich hier immer ein bisschen ein Murks», so Odi.

Im Gegensatz zu anderen Athleten sei er kein grosser Nachtrennen-Fan. Er schaue lieber am TV den Slalom-Cracks zu...

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Das sorgt für Aufsehen im letzten Jahr: Henrik Kristoffersen provoziert Marco Odermatt mit seinem Wengen-Jubel. Dann leidet er mit Loïc Meillard mit. - SRF

«Ich bin mir gewohnt, die Spannung am Morgen aufzubauen.» Durch den Tag zu kommen, ohne allzu viel Energie zu verbrauchen, finde er eher ein bisschen komisch. «Für mich steht nicht das Resultat im Vordergrund, sondern, dass ich gut Riesenslalom fahre für Olympia

Marco Odermatt und die ersten Schladming-Läufe

Ein Blick zurück zeigt: Odi hatte in den vergangenen Jahren in Schladming Mühe mit den ersten Läufen. 2024 liegt er bei Halbzeit auf Rang elf, 2025 nur auf Rang zwölf.

Mit Traumläufen im zweiten Durchgang rast der Schweizer dennoch beide Male aufs Podest. Einmal zum Sieg und zuletzt auf Platz drei.

Kommentare

User #5863 (nicht angemeldet)

Er muss sich ganz sicher nicht dafür schämen! Er ist momentan der beste Skifahrer der Schweiz, er hat alles erreicht aber dieser Sieg fehlt ihm eben noch. Das ist die legendärste Abfahrt jeder Abfahrer möchte die gewinnen. Ein Tag davor hat Odermatt Franjo von Allmen um 3 Hunderstel auf den zweiten Platz zurückgewiesen, das hat von Allmen auch genervt, Odermatt hat in einem Interview gesagt es würde ihn auch nerven wenn er so knapp am Sieg vorbeischrammen würde. Am Tag darauf wurde er dann so knapp zweiter, er wollte diese Abfahrt unbedingt gewinnen, klar dass, das schmerzt.

User #2646 (nicht angemeldet)

Odermatr, Odermatr und nochmals Odermatt, warum freut man sich nicht über den dreifachen Olympiasieger, was ist los in der Schweiz. Odermatt kommt mir vor wie Peter Müller. Die Startnumner 1 war besser. Was soll das. Finde es gut, dass auch andere mL gewinnen. Wir brauchen keinen zweiten Halbgott wie Federer.

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