Marco Odermatt: «Hätte ein paar Einheiten mehr verkraften können»
Marco Odermatt ist nach seiner Muskelfaserzerrung wieder fit, geht aber mit einem Trainingsrückstand in die letzten Vorbereitungstage auf die Saison.

Das Wichtigste in Kürze
- Marco Odermatt gibt nach seiner Muskelfaserzerrung Entwarnung.
- Der Nidwaldner betont, dass ihm eine gute Woche Schneetraining fehlt.
- Gleichzeitig machte Odermatt klar, dass er weniger trainiert als die Spezialisten.
Die Schrecksekunde für die Schweizer Ski-Fans ist vorbei: Marco Odermatt (28) ist zurück! Vor einem Monat hatte die Meldung über seine Verletzung für Sorgenfalten gesorgt.
Beim ersten Medientermin vor der neuen Saison winkte der Nidwaldner am Montag ab. Es sei nur eine Muskelfaserzerrung gewesen, «etwas ganz Kleines», sagt er gegenüber «SRF Sport».
Hätte ihn die Blessur nicht verspätet ins Chile-Trainingslager reisen lassen, hätte es laut ihm wohl gar keine Schlagzeile gegeben.
Nur noch leichte Spuren
Körperlich ist Marco Odermatt also wieder auf der Höhe. Nur bei gewissen Bewegungen spüre er die Verletzung noch leicht. Mit den Trainingstagen, die er bisher hatte, ist er zufrieden: «Die Trainingstage, die ich hatte, waren sehr gut.»

Trotzdem fehlt dem Gesamtweltcupsieger der letzten fünf Saisons etwas: Er verpasste gut eine Woche auf dem Schnee. Das ist nicht ganz unerheblich. «Es hätte ein paar Einheiten mehr verkraften können», sagt Odermatt.
Drei Disziplinen, wenig Zeit für Marco Odermatt
Der Nidwaldner fährt drei von vier Disziplinen. Er bereitet sich auf Abfahrt, Super-G und Riesenslalom vor. Viele Konkurrenten beschränken sich hingegen auf eine oder zwei Disziplinen.
Dadurch bleibt Marco Odermatt pro Disziplin weniger Zeit. «Ich habe sonst schon bei jeder Disziplin weniger Trainingstage als jeder Spezialist. Wenn dann noch weniger Zeit zur Verfügung steht ...»
Sommerliche Aussichten vor dem Auftakt
Die Saison beginnt am 25. Oktober mit dem traditionellen Riesenslalom in Sölden. Odermatt hofft, die verbleibenden Wochen bis dahin voll nutzen zu können.
Das Wetter dürfte ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung machen: Die Prognosen deuten eher auf Sommer als auf Winter hin. Schneetrainings werden schwierig.

Odermatt bleibt gelassen. «Ich bin kein Wetterbericht-Anschauer», sagt er. Die Planung überlässt er anderen, «die werden dann die richtigen Entscheidungen für uns treffen».
Zur Auswahl stehen ein paar letzte Trainingstage in der Diavolezza in Graubünden. Also ähnlich wie schon im vergangenen Jahr – oder aber ein Abstecher nach Südtirol.












