Lara Gut-Behrami

    Lara Gut-Behrami tritt ab: Wer füllt die Lücke bei den Ski-Frauen?

    Am Mittwoch beendete Lara Gut-Behrami ihre grosse Karriere im Ski-Weltcup. Sie hinterlässt damit auch eine Lücke im zuletzt gebeutelten Schweizer Frauen-Team.

    Lara Gut-Behrami Rücktritt
    Der Rücktritt von Lara Gut-Behrami hinterlässt eine grosse Lücke im Schweizer Ski-Team. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lara Gut-Behrami tritt zurück – und hinterlässt bei Swiss-Ski eine grosse Lücke.
    • Die Fussstapfen der Tessinerin werden nicht einfach zu füllen sein.
    • Ein Blick in die Kristallkugel: Auf welche Talente darf die Ski-Schweiz hoffen?

    Alles muss einmal zu Ende gehen – auch eine grosse Karriere: Am Mittwoch beendete Lara Gut-Behrami ihre Laufbahn als Spitzensportlerin. Jetzt muss sich der Blick nach vorne richten, mit dem Riesenslalom am 24. Oktober beginnt in Sölden bereits die neue Ski-Saison.

    Wirst du Lara Gut-Behrami im Weltcup vermissen?

    Wer füllt auf dem Rettenbachferner die Lücke, die der Rücktritt von Lara Gut-Behrami im Schweizer Frauen-Team hinterlassen wird? Im April hatte Swiss-Ski bei der Kader-Selektion noch für Aufsehen gesorgt: Da figurierte Lara Gut-Behrami nämlich noch im Nationalteam.

    Wer folgt auf Lara Gut-Behrami?

    Ohne die Tessinerin, deren Rücktritt damals schon erwartet worden war, umfasst die erste Leistungsstufe jetzt nur noch fünf Athletinnen: Malorie Blanc, Wendy Holdener, Mélanie Meillard, Camille Rast und Corinne Suter bilden die Schweizer Speerspitze. Aus dem A-Kader nachrücken wird keine Athletin.

    Eine Allrounderin wie Gut-Behrami ist in diesem Quintett nicht zu finden: Holdener, Meillard und Rast sind Edel-Technikerinnen ohne Speed-Ambitionen. Umgekehrt sind Blanc und Suter auf die Speed-Disziplinen spezialisiert.

    Malorie Blanc Swiss-Ski Weltcup
    Malorie Blanc hat ihren ersten Weltcup-Sieg bereits in der Tasche. - keystone

    Am ehesten den Status «Zukunfts-Hoffnung» darf sich Blanc auf die Fahnen schreiben: Die 22-Jährige schaffte im vergangenen Winter den Durchbruch auf der Weltcup-Bühne. Ende Januar feierte sie im Super-G ihren ersten Weltcup-Sieg. Wenn jemand die Lücke insbesondere im Speed-Team füllen kann, dann Blanc.

    A-Kader bei Swiss-Ski ist dünn besetzt

    Hinter der fünfköpfigen Nationalteam-Selektion wartet ein A-Kader mit acht Athletinnen auf ihre Chancen. Mit Michelle Gisin, Jasmine Flury, Jasmina Suter und Vanessa Kasper sind darunter einige arrivierte Weltcup-Starterinnen.

    Sue Piller Olympia 2026
    Sue Piller war in Milano-Cortina auch Teil des Schweizer Olympia-Aufgebots. - keystone

    Auch Janine Schmitt, Eliane Christen und Delphine Darbellay haben schon reichlich Weltcup-Erfahrung. Die Aufsteigerin im A-Kader ist Sue Piller, die im Januar in Spindlermühle ihr erstes Top-Ten-Resultat feierte. Die 21-Jährige ist aber ebenfalls eine reine Technikerin.

    Vielversprechende Talente im B-Kader

    Das B-Kader bei Swiss-Ski ist unterdessen gut besetzt, fast 30 Athletinnen stehen hier auf der Liste. Einige von ihnen, etwa die dreifache Junioren-Weltmeisterin Stefanie Grob, haben schon viel Weltcup-Erfahrungen gesammelt. Die 22-jährige Allrounderin gab ihr Debüt auf der höchsten Stufe im Dezember 2022, der grosse Durchbruch fehlt aber noch.

    Stefanie Grob Swiss-Ski Weltcup
    Stefanie Grob konnte ihr grosses Potenzial im Weltcup noch nicht abrufen. - keystone

    Auch Dania Allenbach hat ihre ersten Weltcup-Punkte schon gesammelt: Gleich dreimal fuhr die 19-Jährige seit ihrem Debüt im vergangenen Winter in die Top-30. Ihre Stärken hat die Bernerin vor allem im Riesenslalom, dort gewann sie letzte Saison die Europacup-Disziplinenwertung.

    Dania Allenbach Weltcup
    Dania Allenbach hat bei ihren ersten Weltcup-Auftritten schon überzeugt. - keystone

    Vier Weltcup-Starts hat auch die hochveranlagte Shaienne Zehnder bereits gesammelt: Die 20-Jährige gilt als grosse Zukunftshoffnung im Riesenslalom, wartet aber noch auf erste Weltcup-Punkte. Zuletzt musste sie sich Anfang Juni aber einem Eingriff am Knie unterziehen und arbeitet aktuell noch an der Reha.

    Nächste Generation steht in den Startlöchern

    Gerade auf dem Sprung in den Weltcup sind Jasmin Mathis (22) und Sina Fausch (20). Die Speed-Spezialistin Mathis verbuchte gleich beim Weltcup-Debüt in der Soldeu-Abfahrt auf Platz 23 ihre ersten Punkte. Fausch war im Europacup in Abfahrt, Super-G und Riesen im Spitzenfeld mit dabei und gab im Januar ebenfalls ihre Weltcup-Premiere.

    Jasmin Mathis Ski-Weltcup
    Jasmin Mathis fuhr beim Weltcup-Debüt gleich in die Punkte. - keystone

    Zwei vielversprechende «Küken» im B-Kader sind Anna Flatscher und Minna Bont. Die beiden 18-Jährigen gelten als starke Technikerinnen und sind neben Allenbach die Jüngsten im B-Kader.

    Flatscher, die Tochter von Weltmeisterin Sonja Nef und Swiss-Ski-Alpinchef Hans Flatscher, ist U18-Schweizermeisterin im Slalom. Bont ist U18- und U21-Riesenslalom-Schweizermeisterin.

    Kommentare

    User #6304 (nicht angemeldet)

    Soooo lsngweilig diese Sommmerlückenfüller mit den Skifahrerinnen - haben ja Alle gesehem zu was sie efgektiv fähig sind.

    User #5329 (nicht angemeldet)

    Es gäbe genug talentierte Junge Ski Talente aber vielfach hapert es Finanziell.

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