Lara Gut-Behrami

    Lara Gut-Behrami spricht erstmals über verpatzte WM-Medaille

    Noëlle Steiner
    Noëlle Steiner, Keystone-SDA

    Lugano,

    Neun Hundertstel fehlten Lara Gut-Behrami fürs Podest in Méribel. Mit etwas Abstand erklärt der Ski-Profi nun: «Ich möchte gerne bis 2025 weiterfahren.»

    Lara Gut-Behrami
    Lara Gut-Behrami ging im Riesenslalom an der WM als Titelverteidigerin an den Start. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Donnerstag verpasste Lara Gut-Behrami das Podest in Méribel nur ganz knapp.
    • Mit etwas Abstand könne sie ihre Leistung nun besser beurteilen.
    • Unter anderem der Tod von Kollegin Elena Fanchini habe sie stark beschäftigt.

    Wegen neun Hundertstel verpasste Lara Gut-Behrami am Donnerstag bei der WM-Riesenslalom in Méribel das Podest. Die Enttäuschung der Tessinerin war riesig, sie verzichtete deshalb auf alle Interviews.

    Nur einem RSI-Radioreporter erklärte sie damals im Vorbeigehen, dass das «zwei Scheisswochen» gewesen seien.

    Abstand nach Riesenslalom nötig

    Doch nun hat die Ski-Fahrerin ihr Schweigen gebrochen. Gegenüber SRF gab sie zu: «Zuhause habe ich realisiert, dass ich jetzt genug Abstand habe und darüber sprechen kann. Direkt nach dem Rennen fehlt mir dieser Abstand und ich wollte nicht einfach irgendetwas sagen.»

    Lara Gut-Behrami ski alpin
    Lara Gut-Behrami wird undankbare Vierte im Riesenslalom an der WM. - Keystone

    Mit etwas Zeit dazwischen könne sie ihre Leistungen besser einordnen. Die Enttäuschung sei nicht weg, aber: «Ich bin gut Ski gefahren, es hat einfach immer ganz wenig gefehlt.»

    Doch nun will sich Gut-Behrami auf die Zukunft konzentrieren. «Ich möchte weitermachen, solange ich so Ski fahre, wie ich es aktuell mache. Wenn es der Körper zulässt, möchte ich gerne bis 2025 weiterfahren. Dann glaube ich, dass es vorbei ist.»

    Tod von Elena Fanchini beeinflusste Lara Gut-Behrami

    Gegenüber SRF erklärte Lara Gut-Behrami zudem, dass der Tod von Ski-Kollegin Elena Fanchini sie sehr beschäftigt habe in Méribel. «Es war jeden Tag eine Last für mich. Man sagt, dass man diese Sachen ausblenden und sich auf das Skifahren konzentrieren soll. Aber es gibt Sachen, die viel wichtiger sind als der Sport.»

    Elena Fanchini
    Elena Fanchini ist mit 37 Jahren gestorben. - Keystone

    Fanchini starb am 8. Februar aufgrund eines langjährigen Krebsleidens. Die erste Tumor-Diagnose erhielt die Ski-Heldin 2018. Sie hatte Glück im Unglück und überstand die erste Erkrankung, doch der Krebs kehrte im vergangenen Sommer zurück.

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