Camille Rast lässt auf Kampfansage Taten folgen
Im November kündigt Camille Rast an, dass Mikaela Shiffrin nicht unschlagbar sei. Sechs Wochen später verweist sie die Slalom-Königin auf Rang zwei.

Das Wichtigste in Kürze
- Noch vor wenigen Wochen schien Mikaela Shiffrin im Slalom unschlagbar.
- In Kranjska Gora fährt Camille Rast in bestechender Form den Sieg ein.
- Die Schweizerin setzt dabei ihr Vorhaben in die Tat um.
Gurgl, Ende November: Mikaela Shiffrin gewinnt auch den zweiten Slalom der Saison hoch überlegen. Die Amerikanerin distanziert die Konkurrenz um über 1,2 Sekunden.
Camille Rast fährt mit gut 1,4 Sekunden Rückstand auf Rang drei.
Kampfansage in Gurgl
Im SRF-Interview (Video unten) wird die Schweizerin damals auf Shiffrins Dominanz angesprochen.
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«Der nächste Schritt wäre ganz nach vorne. Der sieht momentan aber schwierig aus – bei dieser Fahrt von Mikaela Shiffrin», stellt der Reporter fest.
Rast zeigt sich unbeeindruckt und meint: «Unmöglich ist es nicht. Ich fuhr in Levi und hier die beste Zeit im Steilhang. Es gibt schon Abschnitte, in denen ich gleich schnell fahren kann wie Mikaela.»
Sie müsse ihre Leistung über zwei Läufe abrufen können, sagt Camille Rast in Gurgl. «Dann kann ich auch zuoberst auf dem Podest stehen.»
Gesagt, getan
Kranjska Gora, Anfang Januar: Knapp sechs Wochen nach Gurgl setzt die 26-Jährige ihre Worte in die Tat um. Sie gewinnt den Slalom in Slowenien vor Mikaela Shiffrin.
Rast tut genau das, was sie sich im November vorgenommen hatte. Sie fährt Bestzeit – und zwar in beiden Läufen.
Im sechsten Slalom der Saison heisst die Siegerin erstmals nicht Mikaela Shiffrin. Und diese zeigt sich von Rasts Leistung beeindruckt.
«Camille hat es geschafft»
«That was so good», gratuliert die Dominatorin im Ziel nach der Traumfahrt (Video unten) Der Schweizerin im Ziel.
Auf Instagram legt Shiffrin später nach und schreibt: «Ich kann mir nicht vorstellen, selbst schneller Ski zu fahren. Camille hat es absolut geschafft.»
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Die Slalom-Königin ist voll des Lobes. Camille Rast freut sich und kommentiert: «Danke für diesen intensiven Kampf. Es ist mir eine Ehre, diese Momente mit dir zu teilen.»
Am 13. Januar dürfte dieser Kampf in die nächste Runde gehen. In Flachau (Ö) steht ein weiterer Slalom auf dem Programm.

















