Novak Djokovic hat durch seine Finalpleite an den US Open Historisches verpasst. Für Australien-Legende Todd Woodbridge war das ein Wendepunkt im Tennis.
Novak Djokovic
Nach dem US-Open-Final 2021 ist Djokovic konsterniert. Geht es nach einer Tennislegende, wird es für ihn in Zukunft noch härter. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Novak Djokovic hat den US-Open-Final deutlich verloren und damit den Grand Slam verpasst.
  • Darin sieht der Australier Todd Woodbridge nun die Wachablösung im Tennis.
  • Die Tennis-Legende glaubt nicht, dass Djokovic auch die nächsten Jahre dominieren wird.

Novak Djokovic hatte an den US Open 2021 eine historische Chance. Ein Grand Slam – der Gewinn aller vier Major-Turniere in einem Jahr – war in greifbarer Nähe. Ein einziger Sieg fehlte ihm noch, um erstmals seit Rod Laver 1969 den Grand Slam im Herreneinzel zu schaffen.

Djokovic verpasst historische Chance gegen Medvedev

Doch Djokovic verliert überraschend deutlich gegen Daniil Medvedev. Damit verpasst der 34-Jährige auch seinen 21 Major-Titel, der ihn zum alleinigen Rekordsieger – vor Roger Federer – gemacht hätte. Stattdessen gewinnt der 25-jährige Medvedev den grössten Titel seiner Karriere.

Novak Djokovic US Open
Behält Woodbridge Recht, muss sich Novak Djokovic in Zukunft noch mehr strecken, um weitere Erfolge einzufahren. (Symbolbild)
Todd Woodbridge
Todd Woodbridge (r.) hat in seiner Karriere gleich 22 Doppeltitel bei Major-Turnieren geholt. (Archivbild)

Deshalb spricht nun eine echte Tennis-Legende von einer Wachablösung. Gegenüber «Ninenine.com» sagt Todd Woodbridge: «Es wird jetzt sehr viel schwieriger für Djokovic werden.»

Dominoeffekt bei jungen Hoffnungsträgern?

Woodbridge sieht im Finalspiel der US Open 2021 einen Wendepunkt in der Tennisgeschichte. Es sei das Ende der Big 3, meint der 50-jährige Australier, der seinerseits 22 Grand-Slam-Titel im Doppel gewinnen konnte. Nachdem die Phalanx der Big 3 nun durchbrochen wurde, erwartet Woodbridge einen Dominoeffekt.

Daniil Medvedev
Daniil Medvedev (25) gehört nach seinem ersten Grand-Slam-Sieg die Zukunft.
US Open Zverev
Auch der deutsche Olympiasieger Alexander Zverev (24) hat gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist.
Stefanos Tsitsipas
Zu den jungen Hoffnungsträgern gehört aber sicherlich auch Stefanos Tsitsipas (23).
Casper Ruud
Der diesjährige Genf- und Gstaad-Gewinner Casper Ruud (22) ist der jüngste Top-Ten-Spieler.
US Open Tennis Championships
Felix Auger-Aliassime (21) ist die Welnummer 11 und stand zuletzt im US-Open-Halbfinal.
Carlos Alcaraz
Ein erstaunlicher Newcomer ist auch Carlos Alcaraz (18), der zuletzt im Viertelfinal der US Open stand.

«Diese jungen Hoffnungsträger werden nun noch mehr an ihre Möglichkeiten glauben.» Die US-Open-Finalpleite werde noch lange an Djokovic nagen, glaubt Woodbridge. Aber er werde weiterhin um grosse Titel kämpfen.

Wird Djokovic noch den 21. Grand Slam Titel gewinnen?

Der Australier glaubt also nicht, dass Djokovic die Tennisszene auch in den nächsten Jahren dominieren wird wie zuletzt. Stattdessen könnte neue Gesichter in die Fusstapfen der Big 3 treten. Der neue US-Open-Sieger Daniil Medvedev, Olympiasieger Alexander Zverev und French-Open-Finalist Stefanos Tsitsipas sind dafür nur einige der Kandidaten.

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