Jungstar Sämi Giger (22) spricht im Interview mit Nau.ch über die herausfordernde Corona-Zeit. Und sagt, er würde auch im Herbst noch sehr gerne schwingen.
Samuel Giger Schwingen
Schwinger Samuel Giger beantwortet für Nau.ch fünf Fragen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwinger Samuel Giger erzählt im Nau.ch-Interview, wie er die Corona-Zeit erlebt.
  • Der 22-Jährige steht Schwingfesten im Herbst sehr positiv gegenüber.

Heute hätte der eigentliche Startschuss im Sägemehl erfolgen sollen. Beim Zuger und Thurgauer Kantonalen wäre es zum ersten Kräftemessen zwischen den Schwing-Titanen gekommen. Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen die Schwinger allerdings bis Ende August auf Wettkämpfe verzichten und sich mit Training begnügen.

Das gilt auch für Samuel Giger. Als gebürtiger Thurgauer wäre für ihn mit dem Heimfest heute bereits ein erstes Saison-Highlight angestanden. Im Interview mit Nau.ch spricht Giger, der mit 22 Jahren schon zweifacher Eidgenosse ist, über die schwierige Situation.

Nau.ch: Endlich herrscht Klarheit. Bis Ende August wird nicht geschwungen. Wie haben Sie reagiert?

Samuel Giger: Ja, jetzt herrscht Klarheit. Es hat sich abgezeichnet, dass länger keine grösseren Anlässe stattfinden werden. Natürlich hätte ich dieses Jahr sehr gerne geschwungen.

Löst Sämi Giger beim Eidgenössischen 2022 Christian Stucki als Schwingerkönig ab?

Nau.ch: Wie erleben Sie das «Solotraining» seit Mitte März?

Samuel Giger: Das «Solotraining» ist schon etwas anderes, als in der Gruppe zu trainieren. Wie jeder andere auch, arrangiere ich mich aber mit der neuen Situation und es funktioniert gut.

Nau.ch: Was vermissen Sie am meisten an den Trainings in der Gruppe und den Wettkämpfen?

Samuel Giger: Am meisten vermisse ich das Sägemehl. Damit verbunden natürlich der Zweikampf. Ich vermisse ganz einfach das Schwingen.

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Auch Schwing-Jungstar Sämi Giger muss sich während der Corona-Krise im Heimtraining fit halten.
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Der 22-Jährige (l.) hofft auf Schwingfeste im Herbst.
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Giger jubelt im August 2019 in Zug über seinen zweiten eidgenössischen Kranz.
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Zuvor kürte sich der junge Thurgauer schon 2016 in Estavayer zum «Eidgenossen».

Nau.ch: Was machen Sie nun an den frei werdenden Sonntagen?

Samuel Giger: Nun habe ich mehr Zeit für meine engste Familie und verbringe so mehr Zeit mit ihnen.

Nau.ch: Wären Sie dafür, im September/Oktober noch Kranzfeste durchzuführen?

Samuel Giger: Auch wenn es speziell wäre im Herbst noch Kranzfeste durchzuführen, würde ich sehr gerne noch schwingen. Im Moment kann ich es mir aber noch nicht ganz vorstellen, ob wirklich noch Kranzfeste stattfinden.

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