Zwischen Maverick Vinales und Yamaha kriselt es: Am Sachsenring fährt der Spanier sein schlechtestes Resultat in der MotoGP ein – und spart nicht mit Kritik.
Maverick Vinales MotoGP Yamaha
Maverick Vinales (Yamaha) im Einsatz in der MotoGP. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Maverick Vinales belegt beim Deutschland-GP der MotoGP nur Platz 19.
  • Danach übt der Spanier heftige Kritik an seinem Yamaha-Team.
  • Er fühle sich nur wie ein Testfahrer, so der Moto3-Weltmeister von 2013.

Yamaha-Star Maverick Vinales (26) legte in der MotoGP den perfekten Saisonstart hin. Beim Katar-GP fuhr der Spanier zu einem souveränen Sieg – bis jetzt sein einziger Podestplatz in dieser Saison. Auf dem Sachsenring erreichte Vinales einen neuen Tiefpunkt.

Nach Startplatz 21 erreichte der Yamaha-Pilot das Ziel auf Platz 19 – als Letzter unter den klassierten Piloten. Schlechter hatte der Spanier in seiner MotoGP-Karriere noch nie abgeschnitten.

Maverick Vinales MotoGP
Maverick Vinales (Yamaha) im Einsatz in der MotoGP. - Keystone

Nach dem Debakel beim Deutschland-GP schiesst Vinales nun ungewohnt heftig gegen sein Yamaha-Team. «Ich kriege ständig nur ein ‹Ich weiss es nicht› als Antwort auf meine Probleme», beklagt der Moto3-Weltmeister von 2013.

Yamaha-Fokus nur auf Quartararo?

«Ich freue mich einfach nur, heimzukommen», so Vinales. «Ich habe mich nach dem Qualifying schon auf die Heimreise gefreut, und eigentlich schon am Freitag. Es ist kompliziert, wenn du auf der Strecke siehst, dass es den anderen besser geht als dir.»

Für Vinales ist klar: Yamaha konzentriert sich ganz auf Jungstar Fabio Quartararo, auch bei der Entwicklung. «Ich will, dass sie mir ein Motorrad bauen – ich kann nicht ständig mit dem Set-Up von jemand anderem fahren.»

MotoGP Fabio Quartararo Yamaha
Fabio Quartararo (Yamaha) auf dem Sachsenring beim Deutschland-GP der MotoGP. - dpa

Auf Quartararos Einstellungen – am Sachsenring Dritter und in der WM in Führung – zu wechseln, ist kein Thema. «Ich kann Fabios Set-Up nicht verwenden, weil ich nicht wie er fahre. Das funktioniert für mich also nicht.»

Kaum Alternativen in der MotoGP

Seit dem Portugal-GP fühle er sich an den Rennwochenenden wie ein Testfahrer für den erfolgreichen Teamkollegen. «Ich bin doch nicht hier, um Daten zu sammeln», schimpft Vinales. «Langsam finde ich es respektlos.»

Würde ein Wechsel zu einem anderen Hersteller Maverick Vinales guttun?

Droht der Spanier hier zwischen den Zeilen gar einen Abschied an? Allzu viele Alternativen zum Yamaha-Werksteam gibt es nicht. Bei Honda, KTM, Ducati und Suzuki sind die Plätze in der MotoGP für 2022 bezogen. Nur bei Aprilia wäre ein Werks-Motorrad zu haben.

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