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    MotoGP – KTM verspricht: «Wir werden auch 2025 an den Start gehen»

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Österreich,

    Trotz einer Milliarden-Insolvenz soll das KTM-Programm in der MotoGP zumindest kurzfristig gesichert sein. Das stellt der österreichische Hersteller nun klar.

    Red Bull KTM MotoGP
    KTM verspricht: Der Einsatz in der MotoGP für 2025 ist nicht in Gefahr. - Red Bull Content Pool

    Das Wichtigste in Kürze

    • KTM hat sein MotoGP-Programm für die Saison 2025 als gesichert bezeichnet.
    • Man habe einen Vertrag mit der Motorrad-WM bis zum Ende der Saison 2026.
    • Wie es darüber hinaus weitergeht, lässt sich aber noch nicht abschätzen.

    Mit fast drei Milliarden Schulden musste der österreichische Motorrad-Hersteller KTM Ende November Insolvenz anmelden. Das Unternehmen, das der Pierer Mobility Group angehört, beantragte ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das erlaubt der Marke, ihre Geschäfte eigenständig weiterzuführen.

    Übersteht KTM die Milliarden-Insolvenz?

    Eine der Voraussetzungen dafür ist die Zustimmung der Kreditoren zum Sanierungsplan. Vergangene Woche fand eine erste Anhörung am Landesgericht Ried im Innkreis statt. Die Gläubiger stimmten den dabei vorgestellten Plänen zu, auch der Sanierungsverwalter unterstützte die Eigenverwaltung laut dem «Alpenländischen Kreditorenverband».

    «Ausstieg aus der MotoGP geplant»

    Einer der Punkte im Sanierungsplan sorgte aber für Hellhörigkeit: «Um Kosten zu reduzieren, ist der Ausstieg aus MotoGP Moto3/Moto2 geplant», hiess es darin. Das mit Abstand medienwirksamste Motorsport-Projekt der Marke aus Mattighofen solle also eingestellt werden.

    KTM Red Bull Dakar
    In Sachen Medien-Aufmerksamkeit können die anderen Motorsport-Einsätze von KTM nicht mit der MotoGP mithalten. - Red Bull Content Pool

    Die Gerüchteküche begann zu brodeln, sogar über ein Nicht-Antreten in der kommenden Saison wurde spekuliert. Sogar so intensiv, dass sich KTM zu einer Stellungnahme genötigt sah. Die Bestätigung des Restrukturierungs-Verfahrens sei «ein wichtiger Tag für KTM», teilte der Konzern mit.

    Motorrad-WM hat hohen Stellenwert für KTM

    Der Meilenstein sichere den Plan des Unternehmens für die Zukunft. «Wir sind stolz darauf, dass der Motorsport ein integraler Bestandteil dieses Restrukturierungsplans bleibt. KTM steht fest zum Motorsport, wir wiederholen unsere Aussage für 2025: Wir werden weiterhin in der MotoGP fahren!»

    Pedro Acosta KTM MotoGP
    Pedro Acosta (Red Bull KTM) bei den Testfahrten der MotoGP in Barcelona. - Red Bull Content Pool

    Die Gründe für dieses Bekenntnis sind vergleichsweise simpel: Das Budget für das MotoGP-Projekt für die kommende Saison steht bereits, wenngleich die Entwicklung zurückgefahren werden musste. Trotzdem bleibt der MotoGP-Einsatz im Vergleich mit den Milliarden-Schulden ein verschwindend geringer Betrag.

    KTM-Vorstandsmitglied Hubert Trunkenpolz hatte die Projekt-Kosten Anfang 2024 gegenüber «Speedweek» auf rund 75 Millionen Franken geschätzt. Einen Teil davon bringt das Team durch Sponsoren wie Red Bull wieder ein. Und kein anderes Motorsport-Engagement des Unternehmens ist medienwirksamer als die MotoGP.

    Brad Binder KTM MotoGP
    Brad Binder (Red Bull KTM) bei den Testfahrten der MotoGP in Barcelona. - Red Bull Content Pool

    Trunkenpolz hatte Ende November gegenüber «Speedweek» auch den Wert der Motorrad-WM für KTM betont. «Wir werden nächstes und übernächstes Jahr MotoGP fahren. Wir haben einen Vertrag mit der Dorna, den wir erfüllen. Wir müssen die Marke promoten, wir sehen den Sport für die Marke KTM als das wichtigste Marketingwerkzeug.»

    MotoGP-Rückzug käme KTM teuer zu stehen

    Hinzu kommt, dass ein vorzeitiger Ausstieg aus der Motorrad-WM für KTM wohl teuer werden könnte. Denn mit dem MotoGP-Promoter Dorna hat man einen bis Ende 2026 gültigen Vertrag. Wie hoch die Strafe für einen vorzeitigen Rückzug wäre, ist nicht öffentlich bekannt. Sie dürfte aber mindestens im zweistelligen Millionenbereich liegen.

    KTM Husqvarna Moto3
    Die Tochtermarken wie Husqvarna verschwinden aus der Moto3 und Moto2, nur KTM bleibt vorerst noch dabei. - Red Bull Content Pool

    Klar ist aber, dass zumindest im Nachwuchs-Bereich das Investment drastisch reduziert wird. In den Klassen Moto2 und Moto3 verschwinden die Auftritte der Pierer-Marken GasGas und Husqvarna als Werks-Einsatz. Ob 2026 überhaupt noch KTM-Werksteams in den Junior-Klassen starten, ist mehr als fraglich.

    Kommentare

    User #4027 (nicht angemeldet)

    Aber Hallo KTM muss in der MotoGP bleiben zusammen mit RedBull klappt das nur kleiner.Gruss vom Racer.Egli

    User #2860 (nicht angemeldet)

    An den Start gehen schon, ......aber leider nix reissen.........

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