Moto3

    Moto3: WM-Karriere von Solothurner Dettwiler vorbei?

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Solothurn,

    Muss sich Noah Dettwiler aus der Moto3 verabschieden? Nach zwei Jahren gehen die Türen für den Solothurner in der Motorrad-WM wohl endgültig zu.

    Noah Dettwiler Moto3
    Noah Dettwiler (li.) im Einsatz in der Moto3. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Noah Dettwiler muss sich nach dieser Saison wohl aus der Moto3 verabschieden.
    • Der Solothurner wird seinen Platz bei CIP Green Power nicht halten können.
    • Die offenen Türen schliessen sich nach und nach.

    Nach zwei Jahren geht die Laufbahn von Noah Dettwiler in der Moto3 wohl zu Ende: Der Solothurner wird seinen Platz beim Team CIP-Green-Power voraussichtlich am Saisonende verlieren. Der Spanier Adrian Cruces überzeugte bei seinen Einsätzen als Ersatzpilot für den verletzten Schweizer: Er holte in drei Rennen 13 Zähler und soll Stammfahrer werden.

    Verfolgst du die Moto3?

    Ganz anders die Lage bei Dettwiler: Der 20-Jährige steht in der laufenden Saison noch ohne WM-Punkte da. Erst einmal holte er in der Moto3 überhaupt Zählbares – in der Vorsaison reichte es in Austin zu zwei Punkten. Ein Anstieg der Formkurve war in der zweiten Saison nicht wirklich zu verzeichnen.

    Noah Dettwiler Moto3
    Nach zwei Jahren in der Moto3 muss sich Noah Dettwiler wohl neu orientieren. - keystone

    Am Freitag hat sich auch die wohl letzte wirklich vielversprechende Türe geschlossen: Beim Team von Paolo Simoncelli, dem Vater des 2011 verstorbenen MotoGP-Stars Marco Simoncelli (†24), ist der freie Platz vergeben. Der Ire Casey O'Gorman erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag, er ersetzt den in die Moto2 aufsteigenden Luca Lunetta.

    Viele Kandidaten für wenige Plätze in der Moto3

    Zwar sind in der Moto3 noch einige Plätze zu vergeben – die Liste der Kandidaten ist aber noch länger. Zahlreiche Piloten mit starken Resultaten sind auf Job-Suche und bewerben sich für ein knappes Dutzend freier Motorräder. Die meisten von ihnen können deutlich bessere Ergebnisse vorweisen, als es bei Dettwiler der Fall ist.

    Noah Dettwiler Moto3
    Noah Dettwiler (re.) im Einsatz in der Moto3. - keystone

    Für den Solothurner geht die Karriere im Grand-Prix-Paddock damit wohl nach dieser Saison zu Ende. Wo der 20-Jährige im kommenden Jahr an den Start geht, ist noch unklar. Eine Möglichkeit wäre ein Wechsel ins Superbike-Paddock, dort startet 2026 mit der Sportbike-Klasse eine neue Einsteiger-Kategorie.

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    Kommentare

    User #5401 (nicht angemeldet)

    Bei den neuen SportBike Motorrädern dürften 90PS aus 660ccm der Standard werden. Also sehr ähnlich wie in der IDM Serie heuer. Wie soll das bitte für Dettwiler funktionieren? Welches Team würde das riskieren?

    User #4145 (nicht angemeldet)

    Es reicht nicht, zu wollen. Innerhalb zwei Jahren muss man liefern und die PR Trommel mächtig wirbeln um in diesem harten Business aufzusteigen. Ein Schweizer hat es da besonders schwierig, wegen den Bedingungen im Land und der eingeschränkten Werbemöglichkeit.

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