Jean Todt fordert Respekt für Schumachers Privatsphäre

    Melanie Thöne
    Melanie Thöne

    Frankreich,

    Jean Todt verurteilt Medienspekulationen über Michael Schumachers Gesundheitszustand. Er besucht den Formel-1-Rekordweltmeister regelmässig.

    Michael Schumacher Jean Todt
    Michael Schumacher (l.) zusammen mit Jean Todt im Jahr 2007. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jean Todt kritisiert Spekulationen über Michael Schumachers Gesundheitszustand.
    • Todt besucht seinen Freund regelmäßig.
    • Todt fordert Respekt für die Privatsphäre der Schumacher-Familie.

    Jean Todt kritisiert in einem Interview mit der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» die Spekulationen über Michael Schumachers Gesundheitszustand. Der ehemalige Ferrari-Teamchef und enge Freund von Schumacher besuche den siebenmaligen Weltmeister nach eigenen Angaben monatlich. Wiederholt bat er darum, das Thema nicht öffentlich anzusprechen.

    Jean Todt fordert, den Wunsch der Familie zu respektieren

    «Lassen wir es ruhig angehen und respektieren wir den Wunsch von Corinna und den Kindern», sagte der 77-jährige Todt. Und weiter: «Er war sehr bescheiden und hat sich immer selbst infrage gestellt. Er hat zum Beispiel nie das Team beschuldigt, als seine Bremsen in Silverstone versagten». Bei seinem Unfall beim Grossen Preis von Grossbritannien 1999 hatte Schumacher trotz Bremsversagens niemandem die Schuld gegeben.

    Kürzlich hatte sich auch Formel-1-Ikone Eddie Jordan behauptet, Schumachers Frau Corinna würde «wie eine Gefangene» leben. So wolle sie seinen Gesundheitszustand geheim zu halten. Auch Jordans Pläne, Schumacher zu besuchen, hatte die Familie offenbar abgelehnt.

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