Olympia 2024: SRF-Expertin nervt sich über Show vor 100-m-Final

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Frankreich,

    Vor dem Sprint der Männer bei Olympia 2024 gibt es eine grosse Show, bei den Frauen nicht. Eine SRF-Expertin bezeichnet dies als «Fauxpas».

    Olympia 2024
    Minutenlang stehen die Sprinter hinter den Startblöcken und geniessen die Aufmerksamkeit. Bei den Frauen gab es keine solche Show. - Screenshot SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vor dem 100-m-Sprint der Männer gibt es in Paris eine grosse Show, bei den Frauen nicht.
    • Die Sprinter müssen minutenlang hinter den Startblöcken warten.
    • SRF-Expertin Ellen Sprunger kritisiert die Unterschiede – «das geht gar nicht».

    9,79 Sekunden braucht Noah Lyles bei Olympia 2024 für die 100 Meter. Mit einem Vorsprung von 5 Tausendstelsekunden holt der Amerikaner Gold vor dem Jamaikaner Kishane Thompson. Zu reden gibt nicht nur das spannende und äusserst enge Rennen, sondern auch die Show davor.

    Zuerst wird die Arena komplett abgedunkelt, Musik und eine Lichtshow sollen die Fans auf das Highlight einstimmen. Dann wird endlich der erste Sprinter vorgestellt.

    Als alle acht hinter ihren Startblöcken stehen, wird erneut Musik abgespielt, die Gesichter der angespannten Athleten gezeigt. Fast sechs Minuten müssen sie so ausharren, dann werden sie auf die Plätze gebeten. Von der ersten Vorstellung bis zum Startschuss vergehen fast sieben Minuten.

    Verfolgst du die Olympischen Spiele?

    SRF-Expertin Ellen Sprunger sagt nach dem Rennen, die Show habe «übertrieben lange gedauert», man habe ein grosses Spektakel gemacht.

    Die Sprintstars hätten bereits begonnen, sich umzuschauen und hätten sich gefragt, wieso sie immer noch hinter den Blöcken stünden. Sie müssten aber mit Verzögerungen umgehen können, es könne auch welche wegen Problemen beim Start geben.

    Auf das Rennen habe es aber wohl keinen Einfluss gehabt: «Am Schluss war die Vorstellung für alle gleich lang.»

    Keine Show für Sprinterinnen bei Olympia 2024 – «ein Fauxpas»

    Am Samstagabend sprinteten die Frauen über die 100 Meter um die Medaillen bei den Olympischen Spielen. Da hat es aber keine Show gegeben. Das sorgt für Kritik. Vor allem, weil sich Paris damit brüstet, als erste Spiel gleich viele weibliche wie männliche Athleten zu haben.

    Eine grosse Show bei den Männern, keine bei den Frauen – «das geht gar nicht», findet Sprunger. Es sei ein «Fauxpas».

    Die Organisatoren von Olympia 2024 haben nun noch eine Chance, den Sprinterinnen ebenfalls eine grosse Show zu geben. Am Dienstag laufen die Frauen über 200 Meter um die Medaillen. Am Donnerstag folgen dann die Männer über diese Distanz.

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    Kommentare

    User #6176 (nicht angemeldet)

    Wieso ist die Expertin?

    User #1398 (nicht angemeldet)

    SF Sport die Reportagen sind fürs Radio kann mit dem was ich sehe selber eine Meinung bilden

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