YB trifft im Schweizer Cup auf den FC Schaffhausen

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Bern,

    Dieses Wochenende steigt der Sechzehntelfinal im Schweizer Cup. Auf vier Vereine der Super League wartet ein heisser Tanz.

    lausanne siegen
    Spieler von Lausanne-Sport bejubeln einen Treffer. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dieses Wochenende findet die zweite Cup-Runde statt.
    • Nau präsentiert die vier Spiele mit der grössten Sensations-Wahrscheinlichkeit.

    Der Schweizer Cup geht in die nächste Runde. Bis Ende Herbst steht der Wettbewerb für den Vergleich zwischen David und Goliath, Volksfeste, volle Ränge auf kleinen Plätzen – und für ein grosses Blamagen-Potential für Super-League-Klubs.

    An diesem Wochenende stehen gleich vier Vereine der höchsten Spielklasse vor kniffligen Aufgaben.

    Servette FC - FC Luzern (Samstag, 15. September)

    In der Meisterschaft hat sich der FC Luzern nach einem schwierigen Start wieder gefangen. Zuletzt gelangen zwei Siege in Folge und der Sprung auf den vierten Tabellenplatz. Trotzdem: Auf das Team von Trainer Weiler wartet ein schwieriger Gang nach Genf. Der Viertplatzierte der Challenge League hat ein sehr erfahrenes Team, gespickt mit Akteuren, die ihre Super-League-Tauglichkeit bereits bewiesen haben: Ex-Lugano-Spieler Steve Rouiller (28), Captain Anthony Sauthier (27) und das Sturmduo Koro Koné (29) zusammen mit ex-FCZ-Stürmer Alexandre Alphonse (36) bilden eine routinierte Achse, dazu kommen mit Sébastien Wüthrich und Steven Lang weitere arrivierte Kräfte. Servette-Trainer Alain Geiger stehen viele Optionen zur Verfügung, um die Cup-Überraschung zu bewerkstelligen.

    Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent

    Ex-Natispieler und jetziger Servette-Trainer Alain Geiger.
    Ex-Natispieler und jetziger Servette-Trainer Alain Geiger. - Keystone

    FC Breitenrain - FC Zürich (Samstag, 15. September)

    Auf dem Berner «Spitz» trifft der FC Breitenrain zum wiederholten Mal auf einen Grossklub. In der abgelaufenen Saison scheiterte der Quartierverein an YB (0:3), in den Jahren zuvor verkaufte man seine Haut teuer gegen Aarau (0:1), St. Gallen (0:2) und Thun (2:3). Ist die Zeit jetzt reif für die Sensation? Bei «Breitsch» ist Träumen erlaubt, wie Geschäftsführer Sandro Reinhard gegenüber Nau erklärt. Der Titelverteidiger aus Zürich ist zumindest nicht in Topform: Aus den letzten vier Meisterschaftspartien resultierte für den FCZ kein Sieg, der letzte Dreier datiert vom 28. Juli – der Derbysieg (2:0) gegen GC.

    Der «Spitz» im Berner Breitenrain-Quartier beim Cup-Duell YB gegen Breitenrain.
    Der «Spitz» im Berner Breitenrain-Quartier beim Cup-Duell YB gegen Breitenrain. - Keystone

    Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent

    FC Schaffhausen - YB (Samstag, 15. September)

    Auf dem Papier ist die Affiche eine klare Sache: Meister YB führt die Tabelle bereits mit acht Punkten Vorsprung an und schafft den Sprung in die Champions League. Dieses Abenteuer startet bereits am kommenden Mittwoch (21 Uhr) gegen Manchester United – und genau da könnte die Gefahr lauern. Schafft es der Staff um Trainer Seoane, den Team-Fokus auf die Reise in den Schaffhausener Lipo-Park zu lenken? Zwar erreichten die Gelbschwarzen im letzten Jahr den Cupfinal, zuvor waren die Berner aber immer wieder für ein überraschendes Cup-Aus gut. Besonderes Augenmerk gilt am Samstag ausgerechnet einem Eigengewächs: Mit Miguel Castroman spielt eine YB-Leihgabe für den FCS. Und der Mittelfeldspieler führt die Torschützenliste mit sechs Toren aus sechs Spielen an.

    Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent

    YB-Leihgabe Miguel Castroman vom FC Schaffhausen (links) im Spiel gegen Servette.
    YB-Leihgabe Miguel Castroman vom FC Schaffhausen (links) im Spiel gegen Servette. - Keystone
    Welcher Goliath scheidet aus?

    Lausanne-Sport - FC Sion (Sonntag, 16. September)

    Gétaz, Cabral, Kukuruzovic, Geissmann, Rapp – manch ein Team in der Super League würde sich bei diesen Spielern die Hände reiben. Doch diese Namen finden sich auf der Kaderliste von Lausanne, das nach sechs Runden ungeschlagen an der Tabellenspitze der Challenge League steht. Trainer Giorgio Contini hat mit dem direkten Wiederaufstieg ein klares Ziel vor Augen – und dank der finanziellen Unterstützung durch Ineos auch die nötigen Mittel dazu. Beim FC Sion ist die Lage bereits wieder angespannt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie hat sich Präsident Constantin bereits kritisch gegen Trainer Jacobacci geäussert. Eine Cup-Niederlage im Romand-Duell gegen Lausanne darf sich dieser kaum erlauben.

    Wahrscheinlichkeit: 60 Prozent

    Giorgio Contini
    Lausanne-Trainer Giorgio Contini. - Keystone

    Die weiteren Partien
    Freitag, 14. September
    FC Bavois (PL) - FC Rapperswil-Jona 1928 AG (ChL)

    Samstag, 15. September
    FC Echallens Région (1.) - FC Basel 1893 (SL)
    FC Red Star ZH (1.) - SC Cham (PL)
    FC Wohlen (PL) - FC Wil 1900 (ChL)
    AC Bellinzona (PL) - FC Winterthur (ChL)
    FC Azzurri 90 LS (1.) - FC Lugano (SL)

    Sonntag, 16. September
    FC Moutier (2. Int.) - FC Thun (SL)
    FC Stade Nyonnais (PL) - Grasshopper Club Zürich (SL)
    FC Aarau (ChL) - Neuchâtel Xamax FCS (SL)
    FC Fleurier I (2.) - SC Kriens (ChL)
    FC Klingnau (2.) - FC Chiasso (ChL)
    FC Muri (2. Int.) - FC St. Gallen 1879 (SL)

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