Maurice Weber ist aus dem Komitee der Swiss Football League zurückgetreten. Der Präsident des FC Wil sorgte im Mai für einen Rassismus-Skandal.
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Maurice Weber, Präsident des FC Wil, sorgte im Mai für einen Rassismus-Skandal. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Maurice Weber, Präsident des FC Wil, ist nicht länger Teil des SFL-Komitees.
  • Der 59-Jährige ist nach seiner rassistischen Beleidigung zurückgetreten.
  • Nau.ch berichtete am Freitag exklusiv über den Vorfall vom Mai dieses Jahres.

Wil-Präsident Maurice Weber (59) ist aus dem Komitee der Swiss Football League SFL mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Damit zieht er die Konsequenzen für seine rassistische Entgleisung im Spiel gegen Xamax vergangenen Mai.

Weber bezeichnete dunkelhäutige Spieler als «N*ger». Erst am Freitag machte Nau.ch den Skandal exklusiv publik, Weber entschuldigte sich daraufhin: «Ich bin mir bewusst, meine Vorbildfunktion mit dieser verbalen Entgleisung nicht wahrgenommen zu haben.»

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Die SFL setzte erst kürzlich mit speziellen Captain-Armbändern ein Zeichen gegen Rassismus. - SFL

Wie der FC Wil in einer Stellungnahme schreibt, will der Präsident mit seinem Rücktritt ein Zeichen setzen. «Damit bekennt er sich zur Charta der Swiss Football League, die sich intensiv gegen alle Formen von Rassismus und Diskriminierung einsetzt», heisst es.

Weber habe dem Klub auch seinen Rücktritt von seinem Präsidenten-Amt angeboten. Verwaltungsrat und Geschäftsführung hätten dieses allerdings geschlossen abgelehnt.

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