Superclásico in Argentinien erhält frühestens am Dienstag Termin

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Argentinien,

    Nach dem Angriff auf den Boca-Bus wurde der Superclásico vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Es sind chaotische Zustände.

    Der Bus von Boca Juniors fährt zum Stadion.
    Am Samstag wurde der Teambus der Boca Juniors von River-Plate-Fans angegriffen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Rückspiel zwischen River Plate und den Boca Juniors musste verschoben werden.
    • Am Dienstag will der südamerikanische Fussballverband über eine Neuansetzung informieren.

    Boca will das Spiel nur «unter gleichwertigen Bedingungen» austragen. Diese seien derzeit nicht gegeben: Captain Pablo Pérez wurde beim Angriff auf den Bus am Auge verletzt. Andere Spieler kamen mit Tränengas in Kontakt. «Wir sind nicht in der gleichen Verfassung wie River. Aus sportlicher Sicht wären wir total im Nachteil gewesen, wenn wir gespielt hätten», erklärt Boca-Trainer Guillermo Barros Schelotto.

    Der Präsident des südamerikanischen Fussballverbandes (CONMEBOL), Alejandro Domínguez, ärgert sich über die Chaoten: «Es ist eine Schande, was wir jetzt wegen einigen verhaltensgestörten Menschen durchmachen. Das gehört nicht zum Fußball, das wollen wir nicht.»

    Bewaffnete Polizisten wollen vor dem Stadion von River Plate für Sicherheit sorgen.
    Am Samstag kam es zu Konfrontationen zwischen Polizei und Fans von River Plate. - AP Photo

    Wohl nicht vor G20-Gipfel

    Am Dienstag werden sich die Präsidenten der beiden Vereine mit Vertretern des Verbandes treffen. Dabei soll ein neuer Termin festgelegt werden. Da dieses Wochenende in Buenos Aires auch noch der G20-Gipfel stattfindet, ist ein Termin vor dem 1. Dezember unwahrscheinlich. Denn: Das River-Stadion liegt ausgerechnet in der Sperrzone, die ab Donnerstag von normalen Bürgern nicht mehr betreten werden darf. Laut argentinischen Medien deutet vieles auf den 8. Dezember hin.

    Bocas Präsident Daniel Angelici erklärte zuletzt an einer Pressekonferenz, er fordere, dass CONMEBOL ein Disziplinarverfahren gegen River Plate einleite. Es soll ermittelt werden, ob der Erzrivale nicht gegen das Reglement der Copa verstossen habe. Denkbar wäre damit auch eine Entscheidung am Grünen Tisch.

    Die Bilder gehen um die Welt: Am Samstag sorgt ein Angriff auf den Teambus der Boca Juniors für die Verschiebung des Final-Rückspiels der Copa Libertadores zwischen Boca und River Plate auf Sonntag. Daraufhin stürzen Fan-Krawalle ganz Buenos Aires ins Chaos. Mittlerweile ist das Spiel auf einen noch unbestimmten Termin verschoben – auf Antrag der Boca Juniors.

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