Super League: Hier kommen die Top-11 und Flop-11 von Nau.ch
Welche Spieler haben in der Super League überzeugt – und wer hat überzeugt? Nau.ch präsentiert die Top- und Flop-11 der abgelaufenen Saison.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Top-11 der Saison wird von Thunern und St.Gallern dominiert.
- In der Flop-11 finden sich Spieler aus Zürich, vom FC Basel – und von YB.
Die Entscheidungen im Schweizer Fussball sind gefallen: Thun holt sich den Meistertitel in der Super League, der FCSG sichert sich den Cup. Und während der FC Winterthur absteigt, rettet sich GC in der Barrage gegen Aarau.

Zeit für eine letzte Bilanz: Das sind die Top- und Flop-Teams der Nau.ch-Sportredaktion!
Die Top 11
Tor

Anthony Racioppi (27, FC Sion): Der 27-Jährige stellt mit Sion die beste Abwehr der Super League. Seine Rückkehr in die Schweiz ist Racioppi mehr als geglückt – er ist der starke Rückhalt der Walliser. In der Top-11 setzt er sich knapp vor Thuns Meisterkeeper Niklas Steffen durch.
Verteidigung

Mattia Zanotti (23, FC Lugano): Dass Lugano nach dem Saison-Fehlstart noch auf Rang drei einläuft, liegt auch am starken Aussenverteidiger Zanotti. In der zweitstärksten Abwehr der Liga überzeugen auch seine Kollegen Papadopoulos oder Mai.

Jan Kronig (25, FC Sion): Der Abwehrchef der stärksten Defensive darf natürlich nicht fehlen: Zusammen mit Kreshnik Hajrizi bildet Kronig ein eingespieltes Duo. Der Lohn: Die Europa-Quali – und der Titel als Oberwalliser Sportler des Jahres.

Jozo Stanic (27, FC St.Gallen): Der 27-Jährige ist der Fels in der Brandung beim FC St.Gallen. Stanic holt mit den Espen den Cupsieg und die Vizemeisterschaft.

Michael Heule (25, FC Thun): Der Thuner Aussenverteidiger ist die Entdeckung der Saison. Heule schafft es über Umwege in die Super League – und wird auf Anhieb Meister. In 31 Einsätzen bereitet er sechs Treffer vor.
Mittelfeld

Ilyas Chouaref (25, FC Sion): Neun Tore und acht Assists gelingen dem 25-Jährigen Sion-Star. Chouaref ist technisch überragend und zeigt eine konstante Saison bei den Wallisern. Damit überflügelt er hauchdünn Torschützenkönig Christian Fassnacht von YB, der in unserer Top-11 gleich dahinter rangiert.

Leonardo Bertone (32, FC Thun): Eine der wichtigsten Figuren beim Meister. Bertone überzeugt als Taktgeber – und Torschütze: Elf Mal netzt der Ex-YBler ein. Stark! Damit setzt er sich für die Top-11 gegen Alvyn Sanches durch. Der YB-Neuzugang findet nach seinem Kreuzbandriss rasch in den Tritt (zehn Tore, sechs Assists) – verpasst aber ein WM-Aufgebot.

Lukas Görtler (31, FC St.Gallen): Der FCSG-Held krönt seine Saison mit dem Cupsieg. Für die Espen ist Görtler schon lange unverzichtbar – jetzt durfte er erstmals einen Kübel stemmen. Etwas dahinter rangiert Matteo Di Giusto, der in seiner Debütsaison in Luzern mit zwölf Toren und zwölf Assists überzeugt.

Ethan Meichtry (20, FC Thun): Hat sich mit nur 20 Jahren problemlos an das Niveau der Super League adaptiert. Das Thuner Eigengewächs lockt mit acht Toren und drei Assists Interessenten aus dem In- und Ausland an. Hat für unsere Top-11 die Nase ganz knapp vor Teamkollege Kastriot Imeri.
Angriff

Alessandro Vogt (21, FC St.Gallen): 35 Liga-Einsätze, 15 Tore, drei Assists – und als i-Tüpfelchen auch noch der Transfer zu Hoffenheim in die Bundesliga. Alessandro Vogt hat eine Top-Saison hinter sich. Und wechselt als künftige Nati-Hoffnung in die Bundesliga.

Elmin Rastoder (24, FC Thun): Der Thuner-Meisterstürmer stellt seine überdurchschnittliche Technik mehrfach unter Beweis. Zum Sensations-Meistertitel steuert er 15 Tore und sechs Assists bei. Damit setzt er sich in der Top-11 knapp vor Sion-Stürmer Rilind Nivokazi durch, der mit 13 Toren ebenfalls überzeugt.
Trainer

Mauro Lustrinelli (50, FC Thun): Keine Diskussion! Der Aufstiegs-Trainer wird auch gleich zum Meistertrainer. Als Lohn gibt es den Wechsel in die Bundesliga zu Union Berlin. Chapeau!
Hier kommt die Flop-11
Tor

Stefanos Kapino (32, FC Winterthur): Der Winti-Keeper kassiert 100 (!) Gegentore! Da nützt es auch nichts, dass er ab und zu eine tolle Parade zeigt. Er ist nicht bei allen 100 (!) Gegentoren schuldlos...
Verteidigung

Moussa Cissé (23, FC Basel): Der Aussenverteidiger kommt nicht häufig zum Einsatz. Aber Cissé zeigt weder das Niveau für den FC Basel – noch das Niveau für die Super League.

Sven Köhler (29, GC): Der Deutsche kommt im Winter als Leaderfigur und soll die GC-Defensive stabilisieren. Das gelingt hinten und vorne nicht.

Lukas Mühl (29, FC Winterthur): Er steht stellvertretend für die Winterthur-Abwehr. Wer 100 Gegentore kassiert, darf sich über den Abstieg nicht wundern. Ebenfalls im Rennen um einen Platz in der Flop-11 ist die YB-Defensive: Captain Loris Benito (34) und seine Kollegen kassieren 69 Gegentore.

Milan Rodic (35, FC Zürich): Der Serbe kommt im Sommer, macht zehn Spiele für den FC Zürich – und ist im Winter wieder weg. Eines von vielen Beispielen für die schlechte Transfersaison der Zürcher. Ihn hätte es nicht gebraucht. Das gilt auch für Spieler wie Ivan Cavaleiro.
Mittelfeld

Julien Duranville (20, FC Basel): Dass die BVB-Leihgabe kicken kann, sieht man. Aber nur Ansätze reichen nicht – schon gar nicht bei den Ansprüchen der Bebbi. Duranville verpasst mit dem FCB Europa und kommt dabei nicht über drei Scorerpünktchen hinaus.

Leo Leroy (26, FC Basel): Der Franzose ist kein Unterschiedsspieler! Man fragt sich: Wie soll er dem FC Basel helfen? Er bringt das Team nicht weiter. Das gilt auch für Neuzugang Koba Koindredi, der seinen Vorschusslorbeeren aus Lausanne kaum gerecht wird.

Edimilson Fernandes (30, YB): Der Natispieler wird als Leaderfigur geholt. Seine Rolle hat er bei YB aber bislang nicht gefunden, dafür gab es zu viele Durchschnitts-Auftritte. In Bern bleibt die Hoffnung, dass sich Edimilson in der nächsten Saison steigern wird.
Das wird Teamkollege Rayan Raveloson (29) nicht gelingen: Beim 29-Jährigen stehen die Zeichen wohl auf Trennung – Er spielt seit Februar keine Rolle mehr im YB-Team.

Giotto Morandi (27, Servette): War dieser Transfer ein Abschiedsgeschenk von René Weiler an Servette? Völlig überbewertet! Das beweisen auch die Zahlen: 0 Scorerpunkte – und seit Anfang Jahr gerade mal 30 Einsatzminuten. Morandi ist ein Flop-Transfer.
Angriff

Francis Momoh (25, FC Winterthur): Der Ex-GC-Stürmer kehrt als Hoffnungsträger in die Schweiz zurück, soll beim FC Winterthur für Tore sorgen.
Dieser Wechsel erweist sich als Rohrkrepierer: Elf Einsätze, kein Tor – im Saisonendspurt steht er gar nicht mehr im Kader. Auch GC-Stürmer Young-jun Lee enttäuscht – und gefährdet mit seiner Roten Karte in der Barrage gar den Klassenerhalt.

Moritz Broschinski (25, FC Basel): Der Stürmer ist der Inbegriff eines Transferflops! Im Training sei Broschinski angeblich ein Weltmeister – im Wettkampf wird er aber zum Bettler. Ein Törchen in 19 Einsätzen spricht Bände. Nicht viel besser steht Teamkollege Albian Ajeti da, der auf vier Toren sitzenbleibt.
Trainer

Gernot Messner (45, GC): Der GC-Trainerwechsel von Gerald Scheiblehner zu Landsmann Gernot Messner bringt genau gar nichts. Messners Bilanz: Fünf Spiele, drei Punkte und ein Cup-Aus. Von dieser Flop-11-Nominierung darf sich auch Sportchef Alain Sutter eine Scheibe abschneiden.












