Ramona Bachmann: «Ich würde zweites Kind austragen»

Nau Sport
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Kriens,

Kreuzbandriss, EM-Aus, Angstzustände und Baby-Glück: Ramona Bachmann blickt auf ein bewegtes Jahr zurück. Dabei offenbart der Nati-Star ganz Privates.

Ramona Bachmann
Ramona Bachmann im Training der Schweizer Nati. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ramona Bachmann spricht im «SI-Talk» über ein schwieriges Jahr.
  • Sie litt unter einer Angststörung und verletzte sich schwer am Knie.
  • Zudem spricht die 35-Jährige darüber, dass sie ein zweites Kind austragen würde.

«Schwierig», sagt Ramona Bachmann im Gespräch mit der Schweizer Illustrierten auf die Frage, wie sie das Jahr 2025 in einem Wort beschreiben würde. Es sei definitiv das schwierigste Jahr ihres Lebens gewesen, so die Luzernerin.

Bachmann verpasste die Europameisterschaft im eigenen Land wegen eines Kreuzbandrisses. Doch dieser sportliche Tiefschlag sei nicht das Schwierigste gewesen.

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Ramona Bachmann verpasste die Women's Euro 2025 in der Schweiz wegen einer schweren Knieverletzung. - keystone

Die 35-Jährige verbrachte nämlich mehrere Wochen in einer Klinik. Grund dafür war eine Angststörung. «Von dieser Situation konnte ich nicht davonlaufen», sagt Bachmann ganz offen. «Ich wusste nicht genau, was mit mir passiert.»

Kompletter Zusammenbruch in der Nati

Sie beschreibt ihren damaligen Zustand so: «Mein Puls war permanent über 100 Schläge pro Minute. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren und hatte ein schreckhaftes Gefühl in mir. Jeder Gedanke löste in mir Angst aus.»

Ramona Bachmann
Ramona Bachmann blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. - keystone

Sie habe dann gemerkt, dass man in einem solchen Zustand nicht leben könne. «Ich wollte mir nie etwas antun», so Bachmann. Der komplette Zusammenbruch sei dann in der Nati gekommen.

Die Diagnose: Angst- und Panikstörung. Bis heute nimmt die 60-fache Nati-Torschützin Antidepressiva.

Mit Schwangerschaft kam Panik auf

Auch über die Geburt von Sohn Luan, der im Mai das Licht der Welt erblickte, spricht Bachmann offen. So sagt sie im «SI-Talk» weiter: «Am Anfang war es schwierig.»

Als es bei ihrer Frau mit der Schwangerschaft geklappt hatte, habe sie sich nicht gänzlich freuen können. «Es kam eine riesen Panik auf», so Bachmann. «Ich konnte mich knapp um mich selbst kümmern, in diesem Zustand kann ich mich nicht zu einem Kind schauen.»

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Ramona Bachmann zusammen mit Ehefrau Charlotte Baret und Sohn Luan. - Instagram/@ramonabachmann10

«Charlotte war eine riesige Unterstützung, obwohl es für sie selber nicht einfach war», schwärmt Bachmann von ihrer Frau. «Sie sagt bis heute, dass sie lange stark sein musste für mich.» Baret kämpfe bis heute mit postnataler Depression.

Ramona Bachmann: «Ich würde zweites Baby austragen»

Ihrem siebenmonatigen Sohn habe Bachmann sehr viel zu verdanken. «Luan hat mir extrem geholfen, als ich den Kreuzbandriss erlitten habe. Ich habe zwar die Heim-EM verpasst, aber hatte ein Kind zuhause, das lacht und auf mich angewiesen ist.»

Für ihren Körper sei die Verletzung vielleicht sogar das Beste gewesen, was hätte passieren können. Sie sei nicht bereit gewesen, schon wieder die gewohnte Leistung zu zeigen.

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Ramona Bachmann ist seit Mai letzten Jahres Mami. - Instagram/@ramonabachmann10

Am Anfang hätten sie und ihre Frau nicht gewusst, ob sie Kinder wollen, vor allem aus Respekt dem Austragen gegenüber.

«Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie das erste und ich das zweite Kind austrage. Den Deal bin ich in der Hoffnung eingegangen, dass sie das zweite dann auch austrägt (lacht).» Aktuell sei aber ein zweites Baby kein Thema, «wir brauchen eine Verschnaufpause».

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