Platini hat Frankreichs WM Titel Ehrung wehgetan

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    Ex-Uefa-Präsident Michel Platini ist überzeugt, dass er der französischen Nationalmannschaft den WM-Pokal hätte übergeben müssen.

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    Michel Platini an einem Golfturnier in Italien. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der ehemalige Uefa-Chef Michel Platini konnte sich die Pokal-Übergabe nicht anschauen.
    • Er sei stattdessen ins Bett gegangen.

    Die Ehrung für den WM-Titel von Weltmeister Frankreich am 15. Juli im Luschniki-Stadion von Moskau war für Michel Platini, über eine Finanzaffäre gestürzter einstiger Präsident der Europäischen Fussball-Union (Uefa), schmerzhaft. «Eigentlich hätte ich diesen Pokal übergeben müssen. Das tat mir zu weh. Ich bin ins Bett gegangen», sagte der 63-Jährige der Fachzeitung L'Equipe.

    Der einstige Fussball-Weltstar ist noch immer überzeugt, dass er vor den letzten Wahlen zur Fifa-Präsidentschaft Opfer eines Komplotts wurde: «150 Verbände wollten mich wählen, drei Trottel wollten das verhindern und die Trottel haben gewonnen.»

    Zu Frankreichs zweitem WM-Triumph hat der einstige Nationalspieler eine gemischte Meinung: «Ich habe die WM bei Weitem nicht wunderbar gefunden. Die Champions League steht qualitativ weit über einer WM. Frankreich hat den Titel gewonnen, weil das Team eine geschlossene Leistung in allen Mannschaftsteilen geboten hat. Andererseits redet man auch heute noch von unserem Halbfinale 1982 in Sevilla gegen Deutschland und dem wunderbaren Fussball, den wir gezeigt haben.»

    Zur am 6. September beginnenden Nations League der Uefa, die er noch als Uefa-Präsident wesentlich angeschoben hat, meinte Platini: «Die grossen Verbände finden immer Gegner für Länderspiele, Länder wie Georgien und Estland aber nicht. Diesen soll durch diesen neuen Wettbewerb auch die Gelegenheit gegeben werden, mit Fernseh- und Sponsoren-Rechten ein wenig Geld zu verdienen.»

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