Julian Nagelsmann macht sich für Outings im Fussball stark

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    Julian Nagelsmann reitet mit RB Leipzig auf der Erfolgswelle. Bei einem Treffen mit einem Homo-Fanclub, macht er sich für Outings im Fussball stark.

    Julian Nagelsmann
    Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann machte sich für das Outing von schwulen Fussballern stark. - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Julian Nagelsmann besuchte anlässlich einer Weihnachtsfeier den Fanclub Rainbow Bulls.
    • Diesem gehören vor allem schwule und lesbische Mitglieder an.
    • Der junge Trainer fordert auch Spieler dazu auf, sich zu outen.

    Julian Nagelsmann, Trainer von RB Leipzig, hat sich für das Outing von schwulen Fussballern stark gemacht.

    «Wenn ein homosexueller Spieler mir sagen würde, ich bin nicht frei und kann mich auch in meiner Leistung nicht entwickeln, würde ich ihm sagen: «Oute dich, steh dazu».

    «Ich habe damit gar kein Problem», sagte Nagelsmann laut einem Bericht der «Bild» beim Besuch der Weihnachtsfeier des RB-Fanclubs «Rainbow Bulls». In dem Fanclub sind hauptsächlich schwule und lesbische Leipzig-Anhänger organisiert.

    Nicht frei ohne Outing

    «Generell glaube ich, dass, wenn man seine Sexualität nicht outen darf, auch nicht frei leben kann. Es gibt dann einfach zu viele Ängste, entdeckt oder vielleicht nicht ernst genommen zu werden. Wenn du dich immer verstecken musst in deiner Liebe, dann ist das ein grosses Problem», sagte Nagelsmann.

    Bei der Veranstaltung sprach er vor allem über das Thema Homophobie.

    Julian Nagelsmann wirbt für Offenheit

    Der 32 Jahre alte Fussball-Lehrer wirbt für Offenheit, sieht in Outings von schwulen Fussballern allerdings auch Probleme in der teils fehlenden Akzeptanz in der Gesellschaft. «Ich würde nicht von vornherein sagen: «Oute dich.» Denn wir müssen uns nichts vormachen: Die Fussballwelt ist eine Männerdomäne, in der nicht jeder offen für gleichgeschlechtliche Liebe ist», sagte Julian Nagelsmann.

    Entscheidend sei, ob das Thema den Spieler und seine Leistung beeinflusse. «Der Fussball geht noch immer nicht offen damit um. Ein Spieler wie Thomas Hitzlsperger hat sich auch erst nach seiner Karriere geoutet.»

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