FC St.Gallen wirft Titelverteidiger Basel aus dem Cup
Der FC St.Gallen feiert einen Last-Minute-Sieg im Cup-Viertelfinal gegen den FC Basel und zieht erstmals seit vier Jahren wieder in den Halbfinal ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC St.Gallen schlägt den FC Basel im Cup-Viertelfinal mit 2:1.
- Carlo Boukhalfa erzielt in der 93. Minute den Siegtreffer für die Espen.
- Die Ostschweizer visieren nun den zweiten Cup-Sieg der Klub-Geschichte an.
Der FC St.Gallen steht nach einem Last-Minute-Heimsieg gegen den FC Basel im Cup-Halbfinal. Carlo Boukhalfa schiesst die Ostschweizer in Minute 93 zum 2:1-Heim-Erfolg im Viertelfinal. Damit machen die Espen auch den Fehlstart von FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner perfekt.
Schon der Start misslingt den Gästen völlig: Nach nicht einmal einer Minute geht der FC St.Gallen bereits in Führung, Vandermersch hat rechts viel Platz und setzt Aliou Baldé in Szene. Der kann sich den Ball im Zentrum zurechtlegen und trifft aus dem ersten Angriff nach 53 Sekunden zum 1:0.

Nach knapp sechs Minuten gibt es dann den Aufreger im FCSG-Sechzehner, die Basel-Profis reklamieren ein Handspiel. Der VAR schaltet sich jedoch nicht ein, die Szene wird nicht geprüft. Der FCB versucht in der Folge, auf den frühen Rückstand zu reagieren. Wirklich zwingend wird der Titelverteidiger aber vor dem Seitenwechsel nicht.
Jung-Stürmer gleicht für den FCB aus
Lichtsteiner reagiert zur Pause, Jungstar Koloto ersetzt den ungefährlichen Ajeti. Der junge Mittelstürmer bringt tatsächlich etwas frischen Wind in die Offensive, reizt die Espen-Abwehr immer wieder zu Fouls. Aber die Gäste bringen nach vorne weiter wenig Kontrolliertes zustande.

Nach 65 Minuten lässt Koloto den Titelverteidiger dann jubeln: Nach einer Traoré-Massflanke von der rechten Seite ist der 18-Jährige – im zweiten Pflichtspiel – völlig frei. Mit dem Kopf lässt er Watkowiak keine Chance und gleicht zum 1:1 aus. Eine halbe Stunde vor Schluss ist also wieder alles offen.
Boukhalfa erlöst den FC St.Gallen spät
Der Ausgleich weckt die Hausherren auf, Daschner versucht es per Distanz-Hammer, zielt aber zu hoch. Kurz darauf rettet Salvi nach einem Eckball auf der Linie gegen Stanic, der Nachschuss von Okoroji geht haarknapp vorbei. Eine Minute später verpasst Baldé nach einer Salvi-Parade den Abstauber.

Der Treffer fällt dann auch, er fällt für die Ostschweizer, er fällt in der 93. Minute – und er ist absolut verdient: Boukhalfa kommt nach einem Abpraller im Basel-Sechzehner in der Nachspielzeit an den Ball. Mit Kraft und Gefühl schiebt er die Kugel in die untere Ecke zum 2:1-Sieg und zum Halbfinal-Einzug.












