FC St.Gallen – Watkowiak nach Slapstick-Rot: «Arsch gerettet»
Lukas Watkowiak hätte beim FC St.Gallen zur tragischen Figur werden können. Hätte. Es kommt anders. Der Schlussmann wird trotz Roter Karte vom Anhang gefeiert.
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Das Wichtigste in Kürze
- Lukas Watkowiak sieht im Cup-Final noch vor der Pause eine kuriose Rote Karte.
- Der 30-Jährige wird von der grünweissen Kurve dennoch gefeiert.
- Das Team habe in der Pause zu ihm gesagt: «Wir retten jetzt dir den Arsch.»
- St.Gallen gewinnt den Cup-Final gegen Lausanne-Ouchy mit 3:0.
Lukas Watkowiak erlebt im Cup-Final (3:0 für St.Gallen gegen Lausanne-Ouchy) eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Kurz vor der Pause leistet er sich beim Stand von 1:0 einen kapitalen Aussetzer.
Er schiesst Vasco Tritten an, dieser kann aufs leere Tor losziehen. Der Espen-Goalie zieht den Lausanner an der Hose – und fliegt mit Rot vom Platz.
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«Das war sehr emotional. Mit der Roten Karte habe ich der Mannschaft geschadet», sagt der Deutsche im SRF-Interview.
«Aber die Mannschaft hat es super aufgenommen. In der Kabine sind alle zu mir gekommen, sagten, wir ziehen das für dich durch. Du hast uns zwei Mal den Arsch gerettet, jetzt retten wir dir den Arsch. Wir sind eine geile Truppe.»
Woran sich alle Spieler erinnerten: Auch dank Watkowiaks Paraden gegen Wil und Rappi stand der FC St.Gallen heute überhaupt im Final.
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Seine Team-Kollegen retten ihm «den Arsch», wie versprochen. Görtler per Penalty und Witzig kurz vor Schluss machen den Deckel drauf.
Hüppi in Garderobe des FC St.Gallen: «Wati war am Boden zerstört»
In der Pause war auch Präsident Matthias Hüppi in der Garderobe. Für den Cup-Triumph sei es entscheidend gewesen, dass man wieder aufstehen könne nach Rückschlägen. Das sei anders dieses Jahr.

«Wati war am Boden zerstört! Der hat mir richtig leidgetan. Dann ging es darum, das sofort abzuschütteln und das umzustellen, was es braucht, mit einem Mann weniger.» Maassen habe die richtigen Worte gefunden.
Für die Espen ist es der erste Titel seit 26 Jahren.
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