FC Basel

    FC Basel – Nau.ch-Trainervorschläge: Macht «Happy Bo» den FCB froh?

    Welcher Trainer folgt beim FC Basel auf Stephan Lichtsteiner? Nau.ch greift dem FC Basel unter die Arme und unterbreitet David Degen vier Vorschläge.

    FC Basel
    Club-Boss David Degen muss beim FC Basel wieder auf Trainersuche. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach der Trennung von Stephan Lichtsteiner ist der FC Basel erneut auf Trainersuche.
    • Nau.ch unterbreitet Club-Boss David Degen vier Vorschläge.

    FCB-Boss David Degen hat es den Hut «gelupft»: Die Bebbi trennen sich am Mittwoch von Trainer Stephan Lichtsteiner. Das Engagement des Ex-Nati-Captains beim FC Basel war von Anfang an ein Missverständnis.

    Für Club-Boss Degen geht es jetzt erneut darum, einen neuen Trainer zu finden. Unter dem Ex-Profi haben sich unter anderem Patrick Rahmen, Alex Frei, Heiko Vogel, Timo Schultz, Fabio Celestini oder Ludovic Magnin versucht. Eine lange und prominente Liste – langfristig hat es aber nie funktioniert. Nicht einmal mit Double-Sieger Celestini.

    FC Basel
    Stephan Lichtsteiner ist nicht mehr Trainer beim FC Basel. - keystone

    Die Nau.ch-Sportredaktion hat daher beschlossen, dem FC Basel bei der Trainersuche unter die Arme zu greifen. Wir präsentieren David Degen vier Kandidaten zur Auswahl!

    Wer soll beim FC Basel übernehmen?

    Drei davon kennen bereits die Super League – und drei davon sind derzeit auch ohne Anstellung. Hier kommen unsere Vorschläge, im Wissen, dass es gut möglich ist, dass Club-Boss Degen am Ende eine eigene Idee – zum Beispiel den berühmten ‹Mister X› – aus dem Hut zaubert.

    Mischi Wettstein, Chefreporter

    «Mein Vorschlag an Dave Degen: Hol Bo Henriksen zurück in die Super League! Der Däne hat beim FC Zürich gezeigt, dass er ein Team stabilisieren und entwickeln kann. ‹Happy Bo› hat den FCZ schliesslich vom letzten Platz bis auf Rang 3 geführt – zwischenzeitlich thronte er mit den Zürchern sogar an der Tabellenspitze.

    Bo Henriksen
    Bo Henriksen zu seiner FCZ-Zeit mit Antonio Marchesano. - keystone

    Auch seine Arbeit in Mainz hat Eindruck hinterlassen: Mit seiner emotionalen und mitreissenden Art führt er den Bundesligisten zunächst sensationell zum Klassenerhalt. In der Saison darauf toppt Bo das sogar noch und führt Mainz auf Rang 6 und damit nach Europa.

    Warum Bo zum FC Basel passt? Er weckt Emotionen, kann ein Feuer entfachen und Spieler entwickeln. Vor allem letzteres ist beim FCB-Geschäftsmodell unheimlich wichtig. Zudem ist er ein Mann, der Klartext spricht. Er ist direkt, man weiss, woran man ist – und er ist im besten Sinn ein Menschenfänger und Sympathieträger.

    Bo Henriksen
    Bo Henriksen lacht an einer Pressekonferenz. - keystone

    Henriksen kann auch Spieler zu neuer Stärke verhelfen, siehe Jonny Burkardt. Der Stürmer blüht unter dem Dänen auf und schafft es sogar ins Deutsche Nationalteam.

    Ein Extrabonus: Bo Henriksen kann seinen Spielern den Druck nehmen. So sagt er einmal: ‹Solange ihr euer bestes gebt, ist alles andere mein Fehler!›. Ich sage: Dave, greif zu! Happy Bo macht den FCB froh!»

    Christoph Böhlen, Sportchef

    «Ich bringe ebenfalls einen ehemaligen FCZ-Trainer bei den Bebbi ins Spiel. Und der war sogar noch erfolgreicher! André Breitenreiter ist genau eine Saison lang Trainer in der Super League – und gewinnt da gleich den Titel.

    Andre Breitenreiter
    André Breitenreiter stemmt den Meisterpokal mit FCZ-Präsident Canepa. - keystone

    Der Deutsche lässt mit den Zürchern ein sehr hohes Pressing spielen und kitzelt in seiner Amtszeit alles aus seinen Profis raus. Mirlind Kryeziu oder Assan Ceesay sind die besten Beispiele: Die beiden waren nie so stark, wie unter dem heute 52-Jährigen.

    Und auch die Talent-Entwicklung läuft unter Breitenreiter erfreulich: Wilfried Gnonto und Becir Omeragic machen grosse Fortschritte, Gnonto spült sogar einen grossen Batzen ins FCZ-Kässeli. Mit Breitenreiter an der Seitenlinie würde FCB-Spieler Omeragic aufblühen.

    Andre Breitenreiter
    Unter André Breitenreiter herrscht beim FCZ ein guter Teamgeist. - keystone

    Ein weiterer Vorteil: Mit dem 3-5-2, das Breitenreiter meist spielen lässt, könntet Shaqiri auf der Zehn spielen. Eine Win-Win-Situation für alle.

    Menschlich wäre der Deutsche allemal ein Volltreffer: Seine nahbare und empathische Art kommt im Team und den Fans gut an. Er wäre ein optimaler Verkäufer des FC Basel. Einziger Makel: Breitenreiter erholt sich derzeit von einer Schulter-OP. Das sollte David Degen aber nicht davon abhalten, jetzt zuzuschlagen!»

    Mathias Kainz, Sportredaktor

    «Der FC Basel hat versucht, sein Ausbildungsklub-Modell von den Spielern auf den Trainer umzulegen. Damit hat man Stephan Lichtsteiner unnötig verheizt – jetzt braucht es einen arrivierten, gestandenen Trainer. Jemand, der internationale Erfahrung mitbringt, gleichzeitig aber auch Spieler entwickeln und verbessern kann.

    Ralph Hasenhüttl
    Ralph Hasenhüttl hat in der Bundesliga und der Premier League gearbeitet. - keystone

    In meinen Augen heisst dieser Trainer Ralph Hasenhüttl. Der 59-Jährige ist das exakte Gegenstück von Lichtsteiner – kein Ex-Weltklasse-Kicker, aber ein langjähriger Ex-Profi mit einer mehr als ansehnlichen Trainer-Laufbahn.

    Ingolstadt, Leipzig, Southampton, Wolfsburg – Hasenhüttl hat ein gut gefülltes Trainer-Palmarès mit Erfahrung in zwei absoluten Top-Ligen. Southampton hielt er jahrelang in der Premier League, Ingolstadt führte er in die Bundesliga, mit Leipzig wurde er Vizemeister.

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    Ralph Hasenhüttl als Trainer bei Southampton. - keystone

    Der Grazer ist seit gut einem Jahr auf dem Markt, wäre finanziell für Basel vermutlich zu stemmen. In Ingolstadt, Leipzig und auch Southampton hat er bewiesen, dass er mit jungen Kickern gut zurechtkommt. Er kann Struktur, Ruhe und taktische Ordnung in eine Mannschaft bringen – das hat der FC Basel gerade bitter nötig.

    Und Hasenhüttl hat auch schon bewiesen, dass ihn ein unruhiges Klub-Umfeld nicht aus der Bahn wirft. Das wäre am Rheinknie gerade Gold wert ...»

    Andrea Schüpbach, Sport-Redaktor

    «Ein ganz grosser Name soll es richten: Ich plädiere für Walter Samuel als nächsten FCB-Trainer. Der Weltmeister-Co-Trainer Argentiniens kehrt zurück ans Rheinknie. FCB-DNA an der Seitenlinie – der Zeitpunkt ist für beide Seiten perfekt.

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    Walter Samuel neben Pierluigi Tami. - keystone

    Samuel beendete seine Spieler-Karriere mit zwei Meistertiteln beim FCB, der Respekt bleibt ihm bis heute.

    «The Wall» ist bescheiden, sympathisch, Vorbild für alle. Mit 38 Jahren und 21 Tagen ist er bis heute der älteste Super-League-Torschütze.

    Walter Samuel kennt die Liga – auch als Trainer. Er wird zunächst Co-Trainer von Inter. Dann beim FC Lugano. Vom Tessin wechselt er zur argentinischen Nationalmannschaft. 2022 wird er mit Lionel Messi Weltmeister.

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    Walter Samuel küsst den Weltmeisterpokal. - insta/cabeza56

    Weltmeister-Trainer Lionel Scaloni, der Samuel als absoluten Meister der Standards lobt (Shaqiri wird’s freuen), steht offenbar vor dem Abschied. Samuel will eigene Wege einschlagen, so melden es argentinische Journalisten. Das Wunsch-Ziel des ehemaligen Knallhart-Verteidigers: Europa.

    Wie es der Zufall will, ist der Cheftrainer-Job beim FCB frei (für Samuel wäre es der erste).

    Walter Samuel
    Walter Samuel jubelt mit dem FC Basel über zwei Meistertitel. - keystone

    Nach Eiskalt-Coach Stephan Lichtsteiner braucht es einen Trainer, den Fans und Spieler sofort akzeptieren. Sympathie-Träger Samuel würde in Basel mit offenen Armen empfangen. Argentinier und der FCB, das hat schon des Öfteren gepasst. Jetzt übernimmt erstmals ein Gaucho als Trainer.»

    Kommentare

    User #4610 (nicht angemeldet)

    Ein Trainer muss Format haben, älter als die Spieler sein und Autoritäts Person sein! Klar Text!

    User #7813 (nicht angemeldet)

    Wer will schon bei FC Basel Trainer werden.

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