Barbara Steinemann (SVP) Co.: Für wen fanen unsere Politiker?

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Wie weit schafft es denn die Schweizer Nati an der Fussball-WM? Und dann? Fernseher aus oder darf man – sogar als Nationalrat – mal für ein anderes Land sein?

    00:00 / 00:00

    So fiebern Politiker dem WM-Start entgegen. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Parlamentarier bestätigen: Nach Ausscheiden der Nati fant man für eine andere Mannschaft.
    • Über die dazu geeigneten Länder gehen die Meinungen weit auseinander.
    • Deutschland ist umstritten, muslimische Länder ebenso.

    Mit Brasilien in der Gruppe machen es sich die von Nau befragten Parlamentarier leicht: Niemand kommt auch nur schon auf die Idee, dass wir Gruppensieger werden könnten. Tz, tz. SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann – gemäss eigener Aussage «Quotenfrau im FC Nationalrat» - befürchtet gar ein Ausscheiden in der Vorrunde. Gibt aber zu: Sie hat wenig Ahnung.

    00:00 / 00:00

    Wasserfallen - Nau

    Man darf auch für das Ausland sein

    FDP-Fussballexperte Christian Wasserfallen hingegen ist überzeugt: Wir kommen in die Finalrunde. Wenn auch vielleicht nicht ins Finale selbst. Grosse Einigkeit herrscht aber in einem Punkt: Bei Ausscheiden der Schweiz darf, ja soll man auch ein anderes Team unterstützen.

    Aber welche Nation darf man guten Gewissens anfeuern? Knifflig. Die Standard-Optionen wie Italien oder Holland fallen weg, weil nicht qualifiziert. Brasilien ist Gruppengegner der Schweiz. Wasserfallen will situativ entscheiden: «Lionel Messi mit Argentinien, oder das Schönste wäre, wenn man jemand gewinnt, der noch nie gewonnen hat.»

    00:00 / 00:00

    Trede - Nau

    Deutschland über alles?

    Klarer Fall dagegen bei Aline Trede von den Grünen: «Ich habe noch einen deutschen Pass.» Das ist Fluch und Segen zugleich: Im Achtelfinale trifft die Schweizer Nati möglicherweise voraussichtlich ziemlich sicher auf Noch-Weltmeister Deutschland. Trede ringt mit sich selbst und der Entschluss kommt einen Tick zu langsam: «Ich werde für die Schweiz sein.»

    Deutschland unter aller S…?

    00:00 / 00:00

    Steinemann - Nau

    Ein Glück hat dies Steinemann nicht mitbekommen, denn sie sagt: «Sicher nicht die Deutschen». Auch sonst verfährt sie beim Plan B mehr nach dem Ausschlussprinzip: «Auch nicht irgendwelche saudi-arabischen oder muslimische Länder.» Sie hat es mehr mit den grossen Blonden: «Die skandinavischen Länder stehen uns nahe» – und die wären mit Dänemark, Island und Schweden auch gut vertreten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    schweizer fussballnationalmannschaft
    1 Interaktionen
    Brasilien holt Titel
    141 Interaktionen
    Petkovic-Imitator
    4 Interaktionen
    Valon Behrami vor WM

    MEHR AUS STADT BERN

    6 Interaktionen
    Bern
    YB FCZ
    38 Interaktionen
    3:5 gegen FCZ
    1 Interaktionen
    Bern