Antoine Griezmann unterstützt Spielabbrüche wegen Homophobie

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    Spanien,

    Antoine Griezmann gibt seinem Verbandspräsidenten kontra. Der französische Stürmerstar will, dass Spiele wegen homophober Gesänge unterbrochen werden.

    Antoine Griezmann Homophobie
    Links: Antoine Griezmann im Trikot der französischen Nationalmannschaft. Rechts: Schiedsrichter Mehdi Mokhtari unterbricht das Spiel zwischen Nancy und Le Mans. - Keystone / YouTube

    Das Wichtigste in Kürze

    • Antoine Griezmann schaltet sich in die Homophobie-Debatte in Frankreich ein.
    • Er unterstützt die Schiedsrichter, die Spiele wegen Gesängen unterbrechen.
    • Zuvor hatte Verbandspräsident Le Graët gesagt, das sei ein Fehler.

    Sollen Schiedsrichter Spiele wegen homophober Gesänge unterbrechen oder gar abbrechen? Seit in den beiden höchsten Ligen in den letzten Wochen zwei Unterbrüche vorkamen, tobt in Frankreich eine Debatte.

    Schiedsrichter Mehdi Mokhtari unterbricht das Spiel zwischen Nancy und Le Mans in der Ligue 2.

    Frankreichs Verbandspräsident will nicht

    Zuletzt hatte sich der Präsident des französischen Fussballverbandes Noël Le Graët eingeschaltet. Spiele wegen homophoben Gesängen zu unterbrechen sei «ein Fehler», sagte Le Graët auf «France Info». «Aber ich würde ein Match wegen rassistischer Rufe oder aus Sicherheitsgründen einstellen.»

    Noël Le Graët
    FFF-Präsident Noël Le Graët spricht an einer Pressekonferenz. - Keystone

    Kontra von Antoine Griezmann

    Nun bekommt Le Graët Kontra. Und zwar ausgerechnet von seinem wertvollsten Nationalspieler. «Für mich ist es sehr gut, die Spiele abzubrechen. Ob für homophobe oder rassistische Songs», sagt Antoine Griezmann gegenüber «RTL».

    «Wenn wir die Spiele beenden, werden die Leute nicht glücklich sein. Und sie werden aufhören, das zu tun», fuhr er fort.

    Antoine Griezmann
    Kylian Mbappé und Antoine Griezmann feiern ein Tor. - Keystone

    Zustimmung aus der Politik und dem Ausland

    Die Spielunterbrüche waren auf breite Zustimmung gestossen, insbesondere in der Politik und im Ausland. In der Schweiz äusserte sich der homosexuelle Ex-Topschiedsrichter Pascal Erlachner gegenüber Nau. «Es macht mich traurig und zeigt, dass Homosexualität noch immer nicht in allen Ländern und Sportarten akzeptiert und toleriert wird.»

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