Wurde Freiburg hier der Pokal-Final geklaut?
Im DFB-Pokal wird Freiburg gegen Stuttgart ein Tor höchst umstritten aberkannt. Und weil der Schiri zu früh abpfiff, durfte auch der VAR nicht eingreifen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Freiburg wird die Führung in der Verlängerung des DFB-Pokal-Halbfinals aberkannt.
- Fans, Spieler und auch der Trainer können nicht verstehen, wo das Foul war.
- Stuttgart profitiert davon und trifft im Endspiel nun auf die Bayern.
Die Verlängerung im Pokal-Halbfinal zwischen Stuttgart und Freiburg hat eben erst begonnen, da lag der Ball bereits im Tor: Nach einem schnell ausgeführten Freistoss lancierte Suzuki Lucas Höler. Dieser setzt sich gegen Jeff Chabot durch und trifft zum 2:1 für die Breisgauer.
Doch der Stürmer jubelt nur ganz kurz, denn vor dem Abschluss hatte Schiedsrichter Welz abgepfiffen. Es herrscht Verwirrung. Lag ein Abseits oder Foul vor? War der Ball beim Freistoss noch nicht freigegeben?

Einige Minuten später folgt dann die Auflösung mit Sicherheit: Der Schiedsrichter hatte ein Foul von Höler gesehen. Der Körpereinsatz im Laufduell war ihm scheinbar zu viel. Deshalb wurde der Treffer aberkannt.
In den sozialen Medien sorgt der Entscheid für Kopfschütteln. Freiburg sei bestohlen worden, es sei nie und nimmer ein Foul gewesen. Zudem passe der «skandalöse Entscheid» nicht zur Linie des Schiedsrichters.

Gegenüber ARD wütete auch Johannes Eggestein: «Ich finde, er darf die Situation beim Tor niemals wegpfeifen.» Der VAR hätte das Foul zurückgenommen. «Deswegen ist es einfach schade, dass er da eingreift – grosses Unverständnis.»
Trainer Julian Schuster ist überzeugt, dass das Tor regulär war. «Ich weiss nicht, warum er da abpfeifen muss. Das ist kein Foul. Es tut weh.»
Weil Welz schon vor dem Abschluss Hölers abgepfiffen hatte, durfte auch der VAR nicht eingreifen. So ging die Partie mit 1:1 weiter. Erst ganz kurz vor dem Penaltyschiessen gelang Tiago Tomás noch das 2:1 für Stuttgart. Damit folgt der VfB dem FC Bayern München in den Final des DFB-Pokals.












